• 2013
  • 03.12.
  • 2013.03.12.

Nur wenig Ruhe im Advent

Rübenmiete

Rübenmiete

Die Zuckerrüben liegen in Mieten am Feldrand zur Abholung bereit.

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Mit der Rodung der noch verbliebenen Zuckerrüben haben die Arbeiten im Feldbau des Landgutes Krosigk Ende November im Wesentlichen ihren Abschluss gefunden. Die Rübenernte erledigte das Lohnunternehmen Heller aus Reppichau für den Agrarbetrieb. Drei Lieferungen von jeweils etwa 2.600 Tonnen reinen Rüben sind inzwischen in die Zuckerfabrik Könnern transportiert und dort verarbeitet worden. Die restlichen Rüben liegen in Feldrandmieten nun auch zur Abholung bereit. „Wir haben noch einen deutlichen Zuwachs an Ertrag verzeichnen können“, ist Geschäftsführer Thomas Prüfer nicht unzufrieden, obwohl die Witterungsbedingungen die Rodung zuletzt mehrfach verzögert hatten. Und auch der Zuckergehalt könne sich mit 19,1 Prozent sehen lassen, sagt Prüfer.

Stunden „abbummeln“

Traktorist Bernd Teuscher zog mit dem großen Knicklenkerschlepper und dem Grubber auf den abgeernteten Zuckerrübenflächen noch die Herbstfurche. Dies war allerdings immer nur in den Vormittagsstunden möglich, solange der Boden oberflächlich noch leicht gefroren war. Ansonsten ist für die Mitarbeiter der Feldbauabteilung des Landgutes Krosigk die diesjährige Saison im Prinzip „gelaufen“. Nach dem gemeinsamen Weihnachtfrühstück am vergangenen Freitag „bummeln“ sie in der jetzigen arbeitsarmen Zeit ihre Überstunden ab, die sich in Arbeitsspitzen, etwa während der Getreideernte, angesammelt haben. „Bei uns haben alle Mitarbeiter ein Zeitkonto mit der gleichen Sollstundenzahl pro Monat und damit quasi auch ein Festgehalt“, erklärt Kirsten Wilzki das im Betrieb angewendete Verfahren. Die Diplomagraringenieurin, die die Stunden und Arbeitsleistungen ihrer Kollegen erfasst, stellt insbesondere die Transparenz dieses Systems für die Belegschaft heraus.

Unterstützung der Schäfer

Die über das monatliche Stunden-Soll hinaus aufgelaufenen Arbeitsstunden bauen die im Feldbau Beschäftigten über die Wintermonate ab. Aber auch an Schlechtwettertagen können sie sich frei nehmen. „Im Frühjahr, bei Vegetationsbeginn, sollten die Zeitkonten wieder auf null stehen“, sagt Kirsten Wilzki. Einige der Traktoristen kommen aber auch über die Winterzeit hinweg zumindest tage- oder wochenweise in den Betrieb, um den Schäfern während der Lammzeit im Stall zu helfen. Schäfermeister Christian Winz und sein Bruder Michael haben ihre Herden dieser Tage bereits von den Weideflächen in der Franzigmark in den großen Schafstall auf dem Betriebshof in Krosigk gebracht. Vater Martin Winz war von Wettin aus bereits am letzten Wochenende in Richtung Krosigk gezogen. Er hütet mit seinen Schafen noch einige Flächen in der hiesigen Gemarkung ab, ehe seine Herde für die Winterhaltung auf die Ställe in Krosigk und Kösseln verteilt wird.

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