• 2013
  • 08.04.
  • 2013.08.04.

Nun drängt die Zeit

Vor zirka zwei Wochen erfolgte im Landgut Krosigk der aufgrund des langen Winters recht späte und zudem etwas holprige Start in die neue Feldbausaison. Bevor noch einmal Schnee fiel, konnten im Betrieb zumindest aber etwa 400 ha Winterraps mit der Startgabe an Stickstoff versorgt werden.

In der vergangenen Woche wurde das Düngerstreuen fortgesetzt. Am Ostermontag saß Azubi Mario Sparing auf dem Schlepper mit dem Anbaustreuer, ab Dienstag übernahm David Junge diese Arbeit, weil sein junger Kollege den Rest der Woche die Schulbank in der Berufsschule drücken musste.

Aufs Feld konnten die Traktoristen jeweils nur in den frühen Morgenstunden, wenn der Frost die Befahrbarkeit der Böden gewährleistete. „Wir haben uns zudem Schläge ausgesucht, wo das Düngen technologisch möglich war, ohne Schäden anzurichten“, sagte Feldbauleiter Björn Küstermann. Im Laufe der Woche konnten so weitere 130 ha Winterraps sowie etwa 160 ha Wintergerste und 260 ha Winterweizen angedüngt werden. Entsprechend den Ergebnissen der Bodenuntersuchungen, die laut Küstermann Nmin-Werte von etwa 30 kg/ha in der obersten Bodenschicht (0 bis 30 cm Tiefe) auswiesen, wurden zwischen 65 bis 70 kg Reinstickstoff ausgebracht. Bezogen auf den verwendeten Mineraldünger – schwefelhaltigen Ammonsulfatsalpeter (ASS) – kamen etwa 250 kg/ha Originaldüngersubstanz auf die Felder.

„Wir werden hier noch richtig Stress bekommen, wenn die Natur aufholt“, sagte Küstermann am Freitagnachmittag. Zu diesem Zeitpunkt stand die Stickstoffstartgabe noch auf mehr als 1.200 ha Herbstsaaten, darunter rund 1.000 ha Winterweizen, aus. Darüber hinaus muss nun in den nächsten Tagen auch die Vorsaatdüngung zu 200 ha Zuckerrüben und 210 ha Durum in den Boden, bevor dann auch die Saat in die Erde kommt.

Während sich die anderen Traktoristen zuletzt aufgrund der Witterung notgedrungen weiter in der Werkstatt in Kaltenmark mit Reparatur- und Wartungsarbeiten beschäftigten, büffelte Azubi Mario Sparing für die morgige praktische Zwischenprüfung, die der angehende Landwirt in der Osterland Landwirtschafts-GmbH Teuchern im Burgenlandkreis absolvieren muss. Feldbauchef Björn Küstermann nahm sich am Freitagnachmittag die Zeit, um mit dem 23-Jährigen gemeinsam noch einmal verschiedene Themenbereiche durchzugehen.

 

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