• 2013
  • 25.03.
  • 2013.25.03.

Mit fünf Böcken zur Auktion

Die Mitteldeutsche Bockauktion, die am Mittwoch und Donnerstag vergangener Woche im nordsächsischen Kölsa stattfand, hatten sich die Schäfer des Landgutes Krosigk wie immer im Kalender vorgemerkt. In diesem Jahr trieben sie fünf Jährlingsböcke der Rasse Ile de France zur Versteigerung auf. Bei der Prämierung am ersten Tag wurde ihrem Bock 55104 der Titel des Wollsiegers zuerkannt, der Bock 55102 wurde auf den Ic-Platz rangiert. Letzter wechselte am zweiten Tag für ein Gebot von 650 Euro den Besitzer. Zwei weitere Krosigker Böcke wurden für je 500 Euro zugeschlagen. Und auch für die übrigen beiden Vererber gab es Interessenten.

„Wir haben schon bessere Jahre gehabt“, musste Christian Winz dennoch konstatieren. Entscheidend sei letztlich aber, dass die Böcke vermarktet werden und wenn möglich, zu einem guten Preis, um die Kosten der Aufzucht wieder einzuspielen. „Wenn wir die Böcke nicht alle verkaufen, bleibt uns immer noch die Alternative, sie in unserem großen eigenen Schafbestand einzusetzen“, schiebt der junge Schäfermeister nach. Schließlich seien die für die Auktion vorgesehenen Jährlinge allesamt auf der Stallkörung im Januar von der Körkommission des Landesschafzuchtverbandes gekört worden.

Die Bockaufzucht im Landgut ist die Domäne von Schäfermeister Martin Winz. Nach dem Absetzen, das ist etwa Ende März, Anfang April, kommen die zwischen 80 bis 100 Tage alten Bocklämmer zu Altmeister Winz in den Stall nach Kösseln. Dort erhalten sie tagsüber Weidegang auf der stallnahen Weide und werden im Stall zudem zugefüttert. Mit einem Alter von etwa zwölf, 13 Monaten kommen sie dann zur Auktion. Das Landgut selbst kauft alle zwei Jahre acht Ile de France-Böcke in Frankreich, dem Herkunftsgebiet dieser Merinorasse, zur Blutauffrischung in der eigenen Herde zu.

 

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