• 2013
  • 05.08.
  • 2013.05.08.

Mineraldüngung: Fokus auf Raps

Die teilflächenspezifische Mineraldüngung erspart Kosten für Düngung und hilft der Umwelt.

Bildergalerie: Mineraldüngung: Fokus auf Raps


Dazu werden zunächst auf den Stoppelflächen von Wintergerste und frühem Winterweizen in einem Fünf-Hektar-Raster Proben gezogen, um die Böden auf ihre Gehalte an N, P und K zu überprüfen sowie den pH-Wert zu ermitteln. „Die Beprobung erfolgt bei uns immer zu den Nachfrüchten Winterraps und Zuckerrüben“, erklärt Björn Küstermann, Feldbauleiter des Landgutes.


Teilflächenspezifische Mineraldüngung

Bei jährlichen betrieblichen Anbauumfängen der beiden Fruchtarten von rund 600 bzw. 200 ha in dreijähriger (Raps) bzw. vierjähriger (Rüben) Fruchtfolge werden die Ackerflächen der Betriebsgemeinschaft damit im Durchschnitt alle drei Jahre auf N, P und K untersucht. „Diese teilflächenspezifische Bestandsführung in der mineralischen Düngung praktizieren wir bereits etwa seit dem Jahr 2000“, sagt der Diplomagraringenieur.


Moderne Landwirtschaft mit Precision Farming

Mit dem im Betrieb etablierten Precision Farming, das nach Ansicht Küstermanns in der heutigen modernen Landwirtschaft die gute fachliche Praxis widerspiegelt, gehen die Krosigker Landwirte sogar über die gesetzlichen Anforderungen des Fachrechts hinaus, die je Bewirtschaftungseinheit (Schlag) alle sechs Jahre das Untersuchen einer Mischprobe auf die Makronährstoffe vorschreibt. Die Probenahme im dreijährigen Turnus und zudem auf einer wiederkehrenden Fahrlinie auf jedem 5-ha-Teilstück im Schlag sei wesentlich aussagekräftiger als Grundlage für ackerbauliche Entscheidungen und lasse eine Vergleichbarkeit der gewonnenen Ergebnisse zu, sagt Küstermann.


Zusammenarbeit mit Agri Con

Die Probenahme auf den Stoppelflächen erfolgt zusammen mit der Firma Agri Con als Dienstleiter mittels Jeep und Bodenstecher. Sie war zu Wochenbeginn zumindest auf den vollständig abgeernteten Wintergerstenschlägen – rund 300 ha – bereits weitestgehend abgeschlossen. GPS-gesteuert werden pro fünf Hektar großem Areal auf einer festgelegten Fahrlinie 15 Bodenproben gezogen, aus denen eine Mischprobe bereitet wird.


Laborgestützte Nährstoffversorgung

Anhand der im Labor ermittelten Ergebnisse, die in speziellen Karten dargestellt werden, leitet Björn Küstermann für jeden Teilschlag den Bedarf an den drei Makronährstoffen bzw. an Kalk für die ph-Wert-Einstellung ab und errechnet die nötigen Düngermengen. „Ziel bei der Nährstoffversorgung zum Beispiel mit Phosphor ist die Gehaltsklasse C“, erläutert der Feldbauchef. Auf ausreichend mit dem Nährstoff versorgten Teilflächen wird dementsprechend nur auf Entzug nach dem Ertrag der Feldkultur gedüngt, und werden nur unterversorgte Böden, die die Klassen B oder A aufweisen, auch darüber hinaus mit zusätzlichen Phosphormengen versorgt.


Kostenersparnis und Umweltschutz

„Die teilflächenspezifische Düngung erspart uns somit vor allem Kosten für den Dünger und die Ausbringung“, verweist Küstermann auf den finanziellen Gesichtspunkt des Precision Farming neben dem Umweltaspekt. Für die praktische Umsetzung der teilflächenspezifischen Mineralüngung erstellt er am PC im Büro Streukarten für den Bordcomputer des Schleppers, der den Schleuderdüngerstreuer zieht und antreibt.


Hoffnung auf gutes Erntewetter

Am Montag mussten die Mähdrescher des Landgutes aufgrund der Niederschläge vom Vorabend von örtlich 15 bis 30 Millimeter erneut eine Zwangspause einlegen. Zuvor konnten von Donnerstag bis Sonntagabend mit Komplexen von je zwei Erntemaschinen rund 290 ha früher Winterweizen der Sorten Asano und Kerubino sowie nahezu 100 ha Winterraps von den Feldern geborgen werden. „Vor morgen Nachmittag wird es wohl nicht weitergehen“, schätzte Küstermann Montagnachmittag ein. Angesichts von noch gut 1.600 ha Druschfrüchten im Betrieb zum jetzigen Zeitpunkt hofft er auf durchgehend gutes Erntewetter für die nächsten Tage und Wochen – auch wegen der schon in Kürze anstehenden Rapsaussaat und den bis dahin noch zu erledigenden Feldarbeiten.

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