• 2013
  • 11.02.
  • 2013.11.02.

Lammzeit geht dem Ende entgegen

Der Arbeitsalltag der Schäfer im Landgut Krosigk beginnt sich jetzt langsam wieder zu normalisieren. Die Lammzeit, die ihnen stets die stressigsten Wochen des Jahres bereitet, liegt nun hinter ihnen. Ende Dezember hatten die ersten Mutterschafe der gut 1 000-köpfigen Herde ihre Lämmer zur Welt gebracht. Am Montag warteten noch ganze 15 Nachzüglerinnen auf ihre Nachkömmlinge. Für Christian und Martin Winz bedeutet das vor allem wieder eine geregelte Nachtruhe. In den letzten Wochen wachten die beiden Schäfermeister rund um die Uhr bei den Herden in den Ställen in Krosigk und Kösseln. Nur stundenweise war da für sie an Schlaf zu denken. Sie betrieben die Nachsorge und gegebenenfalls auch Geburtshilfe und stellten die Muttertiere samt ihren Lämmern zunächst für einige Tage in Einzelboxen. Später wurden die Tiergruppen dann stetig über zehn, 20 bzw. 40 Mutterschafe samt Nachkommen auf jetzt 80 vergrößert. Bei den täglichen Verrichtungen wie Füttern, Tränken und Einstreuen wurden und werden die beiden Spezialisten tagsüber von den Tierwirt-Azubis Laura Trappschuh und Lars-Ole Schmutz unterstützt. Zusätzlich legt jeweils ein Traktorist aus dem Feldbaubereich des Agrarbetriebes in der Lammzeit im großen Stall in Krosigk, wo der größte Teil des Tierbestandes steht, mit Hand an. Und auch die beiden Landwirtelehrlinge Mario Sparing und Danny Mänicke unterstützen die Schäfer. Neben der Stallarbeit sind die Schäfer damit beschäftigt, die Lämmer zu kennzeichnen. Ihre betriebsinternen Nummern, die vor allem für die Auswahl geeigneter Jungtiere für die Zucht wichtig ist, haben die kleinen Wollknäuel schon erhalten. Nun bekommen sämtliche Böcke –  bis auf etwa 15, die im kommenden Jahr zur Auktion zum Auftrieb kommen sollen – ebenso wie die nicht für die Zucht vorgesehenen Zibbenlämmer eine Ohrmarke mit der Betriebsnummer des Landgutes. Diese Tiere werden nach zirka 100 Tagen Haltungsdauer an den Viehhandel Baumann GmbH im ostthüringischen Triptis verkauft, der die dann etwa 40 kg schweren Schlachtlämmer weiter vermarktet. Die etwa 350 weiblichen Lämmer, die im Landgut zur Reproduktion des Mutterschafbestandes verbleiben, erhalten eine Einzeltierkennzeichnung. Am Dienstag kehrt auch Schäfer Michael Winz nach längerem krankheitsbedingten Ausfall an seinen Arbeitsplatz zurück, was die Arbeit für Bruder und Vater zusätzlich erleichtert.

 

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