• 2012
  • 08.10.
  • 2012.08.10.

Herbstsaat auf der Zielgeraden

Die betriebliche Zielstellung, bis zum 10. Oktober die Winterungen im Boden zu haben, wird das Landgut Krosigk mit großer Wahrscheinlichkeit erreichen. Heute Nachmittag waren noch 220 ha mit Winterweizen zu bestellen. „Wenn alles klappt, sind wir Mittwoch mit den großen Schlägen fertig“, sagte Feldbauleiter Björn Küstermann. Lediglich einige Reststücke stehen dann noch aus, die den zügigen Fortgang der Bestellarbeiten behindert hätten, wären sie an und bei gleich mit erledigt worden. Schließlich werden insgesamt 1.250 ha Winterweizen im Unternehmensverbund angebaut. Sechs verschiedene Sorten zu je etwa 200 ha Anbauumfang sollen mögliche Auswinterungs- und Ertragsrisiken im Betrieb minimieren.

„Bedingt durch die trockene Witterung konnten wir im Prinzip frei weg drillen“, ergänzt Pflanzenbaufachfrau Kirsten Wilzki, die darauf hinweist, dass bei den Aussaatmengen ein Zuschlag von zehn bis 15 Prozent vorgenommen wurde, um eventuell geringere Raten beim Feldaufgang auszugleichen. Verwendet wird ausschließlich Z-Saatgut. Kirsten Wilzki hätte sich zwischendurch schon mal den einen oder anderen Regenschauer gewünscht. „Ganze 22 Millimeter Niederschlag hat es im Monat September gegeben, im Oktober waren es bislang lediglich acht Millimeter“, rechnet sie vor.

Entsprechend zögerlich war und ist der Aufgang der Wintergerste- und Winterweizenbestände auf den Feldern. Die Gerste hat inzwischen das Zweiblattstadium erreicht, ebenso die frühen Weizensaaten. Aufgrund der fehlenden Bodenfeuchte ist aber der nach Raps gedrillte Weizen dem etwas später gesäten Stoppelweizen in seiner Entwicklung nur noch unwesentlich voraus.

„Auf den ersten 100 ha Weizenfläche haben wir auch schon erste Pflanzenschutzmaßnahmen durchgeführt“, führt Kirsten Wilzki fort. Die ausgebrachten Bodenherbizide richten sich vor allem gegen Ungräser. „Die müssen wir schon im Herbst erwischen“, weiß die Spezialistin. Die Winterrapsbestände sind schon mit Fungizid und Wachstumsregler behandelt worden. Die letzten Flächen werden am morgigen Dienstag fertig. Schläge, auf denen sich die Ölfrucht weniger gut entwickelt zeigt, erhielten zudem einen Blattdünger mit Stickstoff, Phosphor und Bor. Die Applikation wurde als Solomaßnahme mit der Feldspitze durchgeführt.

Ab Mitte dieser Woche starten dann die Herbizidbehandlungen in der Wintergerste und finden die Maßnahmen im Winterweizen ihre Fortsetzung. „Mindestens 80 Prozent der Weizenflächen sollen noch im Herbst behandelt sein“, steckt Kirsten Wilzki das Ziel ab.

Als letzte Kultur in diesem Jahr kommt dann noch der Winterdurum in den Boden. Der Hartweizen hat aber noch Zeit: Er wird erst Ende Oktober, Anfang November ausgesät.

 

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