• 2013
  • 24.09.
  • 2013.24.09.

Herbstbonitur im Winterraps

Rapsbonitur Kirsten Wilzki

Rapsbonitur Kirsten Wilzki

Kirsten Wilzki bonitiert einen Rapsbestand bei Werben.

Bildgalerie: Herbstbonitur im Winterraps


Kirsten Wilzki ist am Dienstagnachmittag auf den zuerst bestellten Rapsflächen des Landgutes Krosigk unterwegs. Auf dem 40-Hektar-Schlag „Phalbreite“ bei Werben bonitiert sie die Pflanzenbestände. „Zur Winterfestmachung“, sagt die für den Pflanzenschutz verantwortliche Diplomagraringenieurin schmunzelnd. „Es geht darum, die Rapspflanzen in einem optimalen Zustand in die Winterruhe zu entlassen“, schiebt sie schließlich nach. Dazu gehört zum Beispiel, mit einem Wachstumsregler mit fungizider Wirkung den Raps etwas zu stauchen, damit die Pflanzenbestände nicht in einem überwachsenen Stadium in den Winter gehen und dann möglicherweise Auswinterungsschäden davontragen. Erste Anzeichen von Phoma lingam, der Wurzelhals- und Stengelfäule, hat Kirsten Wilzki an einigen Pflanzen entdeckt. Und auch Ausfallgerste macht sich hier und da erneut zwischen den Rapsreihen breit, die nun beseitigt werden muss. Die Auswirkungen der zur Rapsaussaat herrschenden Trockenheit und der anschließenden feuchtkalten Witterung im September auf die Pflanzenentwicklung machen Kirsten Wilzki die Entscheidungen zu den erforderlichen Pflanzenschutzmaßnahmen nicht gerade einfach.

 

Tankmischung eingesetzt

Der Raps am Ortsrand von Werben steht gut da. Auf einigen anderen Schlägen ist die Ölfrucht sehr unterschiedlich aufgelaufen, einzelne Pflanzen befinden sich gerade erst im Keimblattstadium. „Da müssen wir den Wachstumsregler sehr moderat einsetzen“, weiß die Feldbauverantwortliche. Sie will auf den Schlägen mit differenziertem Feldaufgang damit noch bis mindestens Mitte nächster Woche warten. Auf den anderen Rapsflächen sollen die Pflanzenschutzmaßnahmen dagegen am Mittwoch beginnen, schließlich hat das Landgut insgesamt rund 600 ha der Ölsaat im Anbau. Kirsten Wilzki zufolge wird eine Tankmischung zur Anwendung kommen, die neben dem wachstumsregulierenden Präparat einen fungiziden Wirkstoff gegen Phoma und ein Graminizid gegen den Gerstendurchwuchs enthält. Darüber hinaus wird ein über das Blatt wirkender Bordünger zugegeben. Für den Raps wird dies die dritte und, so hofft Kirsten Wilzki, zugleich die abschließende Maßnahme im Herbst sein. Im Vorauflauf war auf den Flächen ein Herbizid gegen breitblättrige Unkräuter appliziert worden, im Keimblattstadium des Winterrapses folgte ein Gräsermittel gegen auflaufendes Ausfallgetreide als Solomaßnahme.

 

Getreideaussaat kommt voran

Die Herbstbestellung ist im Landgut seit der letzten Woche weiter vorangeschritten. Auf 300 ha ist der frühe Weizen im Boden. Die Wintergerste wird am Mittwoch auf ebenfalls rund 300 ha ausgesät sein. Ab Donnerstag geht es mit dem Drillen des Winterweizens weiter. Zunächst werden die Flächen mit Rapsvorfrucht bestellt, dann folgt der Stoppelweizen. Eine böse Überraschung erlebten die Mitarbeiter des Landgutes Krosigk in der vergangenen Woche in der Nacht von Freitag auf Sonnabend. Am Feldrand auf dem Schlag „Feldscheune“ zwischen Drehlitz und Kösseln brannte ein Strohdiemen mit Großballen komplett ab – vermutlich durch Brandstiftung. Der Schaden beläuft sich auf etwa 8.000 bis 10.000 Euro. „Für unseren Betrieb bedeutet das auch viel Ärger“, sagt Kirsten Wilzki. Für sie ist absolut unverständlich, dass jemand auf solch kriminelle Art und Weise die Ergebnisse der Arbeit der Landwirte einfach vernichtet.

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