• 2012
  • 17.09.
  • 2012.17.09.

Herbstaussaat kommt gut voran

„Zum jetzigen Zeitpunkt waren wir mit der Herbstbestellung selten schon so weit“, blickte der Feldbauleiter des Landgutes Krosigk, Björn Küstermann, am Montagnachmittag zurück. Aufgrund der Witterung hat der Betrieb gut geschafft. Die Rapsaussaat auf insgesamt 580 Hektar ist bereits Geschichte. Der letzte Schlag wurde nach zwischenzeitlichen Niederschlägen am 3. September mit der Ölfrucht bestellt.

Seit Montag voriger Woche kamen inzwischen auch rund 500 Hektar Winterweizen in den Boden. „Wir haben auf den Flächen mit Vorfrucht Raps Chevalier und Potenzial ausgesät - zwei frühsaatverträgliche Sorten“, erklärt Küstermann den zeitigen Bestelltermin. Bedingt durch die derzeitige Trockenheit ist die Saat aber noch nicht aufgegangen. „Wir bräuchten mal einen Landregen mit 30 Millimeter“, wünscht sich der Feldbauchef.

Ab Mittwoch wird die Weizenaussaat planmäßig unterbrochen. Dann sollen zunächst einmal die 300 Hektar Wintergerste ins Feld gestellt werden, ehe es mit dem Winterweizen weitergeht, der im Betrieb zur nächsten Ernte auf gut 1.200 Hektar heranreifen soll.

Im Landgut kommt lediglich eine 12-Meter-Drillmaschine zum Einsatz, und zwar solo. „Das absätzige Verfahren ist heutzutage eher ungewöhnlich, aber wir haben damit im Betrieb gute Erfahrungen gemacht“, erzählt Küstermann. Die Drille folgt dabei unmittelbar auf die vorherige Saatbettbereitung, die mit Grubber und schwerer Packerwalze durchgeführt wird.

Damit Traktorist Frank Aschenbach genügend Vorlauf hat und mit der Sämaschine nicht ins Stocken kommt, arbeiten ihm zwei Kollegen vor: Bernd Teuscher mit dem großen John Deere-Knicklenker-Schlepper und einem 7,50 Meter breiten Schwergrubber sowie David Junge mit seinem Traktor und einem Grubber mit 4,80 Meter Arbeitsbreite.

Wie Feldbauleiter Küstermann ergänzt, setzt das Landgut bei der Getreideaussaat generell auf eine reduzierte Bodenbearbeitung. So folgte nach der Rapsernte lediglich eine Kurzscheibenegge, um die Stoppeln zu zerkleinern und den Ausfallraps zum Auflaufen zu bringen, der anschließend mit Roundup beseitigt wird.

„Wenn das Wetter so bleibt, sind wir bis zum Wochenende mit der Wintergerste fertig“, blickt Björn Küstermann bereits voraus. Um auch den restlichen Winterweizen komplett in den Acker zu legen, bedarf es dann noch etwa zehn bis zwölf Drilltage. „Unser Ziel ist es, die Herbstaussaat bis zum 10. Oktober abzuschließen.“

Am Wochenende hat unterdessen auch die Rübenernte im Landgut begonnen, das in diesem Jahr mit einem Teil seiner Anbaufläche in die Frührodung eingetaktet ist. Am Dienstag und Mittwoch ist Liefertermin für 2.000 Tonnen Zuckerrüben, die in der Zuckerfabrik Könnern zur Verarbeitung kommen. Die Ernte wird durch die gegenwärtige Trockenheit erschwert. "Wir mussten die Fläche wechseln, weil auf dem ursprünglich für die Frührodung vorgesehenen Schlag die Rodeverluste durch abgebrochene Rübenwurzeln zu hoch waren", sagt Küstermann.

 

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