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  • 2013.20.09.

Herbstaussaat - Auf Raps folgt früher Weizen

Traktor fährt mit Drillmaschine über das Feld und drillt den Winterweizen.

Drillen des Winterweizens

Die Aussaat des Winterweizens erledigt schließlich Frank Aschenbach mit der Drillmaschine.

Bildergalerie: Herbstaussaat - Auf Raps folgt früher Weizen


Eigentlich sollte die Aussaat des Wintergetreides im Landgut Krosigk schon Mitte der vorigen Woche beginnen. Nach den 40 mm Niederschlag vom vorvergangenen Sonntag und der feucht-kühlen Witterung der Vorwoche war daran jedoch zunächst nicht zu denken. Am Sonnabend konnten die Mitarbeiter der Feldbauabteilung dann endlich loslegen: Auf rund 50 ha Fläche kam der erste frühe Winterweichweizen in den Boden. „Das Saatgut für die ersten 400 bis 500 ha Weizen und Gerste ist da. Wir haben auch allen Wunschsorten geliefert bekommen“, sagt Kirsten Wilzki, die für den Feldbau im Landgut mitverantwortlich ist und über deren Tisch auch die Saatgutbestellungen gehen.

 

Betrieb setzt auf Bewährtes

Montag und Dienstag kamen jeweils weitere rund 60 ha Winterweizen in den Boden, so auf dem Grundberg bei Drehlitz und auf der Schenkbreite unweit des Kaltenmarker Technikstützpunktes. Drei Mitarbeiter sind mit den Bestellarbeiten beschäftigt. Bernd Teuscher macht mit einem 7,50 m breiten Grubber, dem Horsch Tiger 8 AS, den ersten Bearbeitungsgang. Willi Hufnagel arbeitet mit dem 10 m-System-Kompaktor Gigant 10 von Lemken nach, um ein ebenes, gleichmäßiges Saatbett zu schaffen. Das Drillen erledigt schließlich Frank Aschenbach mit der Solitär 12 von Lemken.

Auf insgesamt 300 ha soll im Landgut zunächst früher Weizen gedrillt werden, ehe im selben Umfang die Wintergerste komplett ausgesät wird. Für die Frühsaat nach Raps wird die Weizensorte Chevalier verwendet. „Mit dieser Sorte haben wir gute Erfahrungen gemacht und sie hat bei uns beste Erträge gebracht“, begründet Kirsten Wilzki ihre Wahl. Auch bei der Wintergerste setzt die Diplomagraringenieurin mit Lomerit schon seit Jahren auf eine bewährte mehrzeilige Sorte, die auf zwei Drittel der Gerstenfläche angebaut werden soll. „Sie ist in Ertrag und Qualität nicht zu toppen“, sagt Kirsten Wilzki. Daneben soll die neue mehrzeilige Sorte Loreley im Betrieb getestet werden.

 

Fünf Weizensorten im Anbau

Nach der Wintergerste wird es mit der Bestellung des Winterweizens weitergehen, der im Betrieb auf insgesamt rund 1.200 ha wächst. Neben Chevalier kommt mit der Sorte Potenzial ein weiterer A-Weizen zur Aussaat. Rund 300 ha Weizenfläche werden zudem mit JB Asano bestellt. „Die frühreife Sorte wird zuerst gedroschen, um die Flächen rechtzeitig für die Wiederbestellung mit Raps frei zu machen“, sagt Kirsten Wilzki und schiebt nach: „Bei uns hat alles System.“ Als Stoppelweizen soll darüber hinaus die relativ neue A-Weizensorte Pionier getestet werden, die als gesund und für eine Weizenselbstfolge geeignet gilt. Als fünfte und letzte Sorte kommt dann schließlich noch Meister, ein fallzahlstabiler, spätsaatverträglicher A-Weizen in den Boden.

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