• 2013
  • 08.10.
  • 2013.08.10.

Herbstaussaat auf der Zielgeraden

Saatgutwagen

Saatgutwagen

Für Transport und Überladung des Saatweizens nutzt das Landgut Krosigk einen HTS-Anhänger von Annaburger mit Wechselaufbau.

Bildgalerie: Herbstaussaat auf der Zielgeraden


„Wir kommen mit dem Drillen gut voran“, bilanzierte Kirsten Wilzki am Dienstagvormittag. Nach Einschätzung der Feldbauverantwortlichen des Landgutes Krosigk werden noch etwa fünf Drilltage benötigt, um die Aussaat der verbleibenden ca. 300 ha Winterweizen im Betrieb abzuschließen. „Ein leichter Regen zwischendurch könnte allerdings nicht schaden“, sagt sie mit Blick auf die schwieriger werdenden Bedingungen für die Saatbettbereitung. Und auch für einen gleichmäßigen Feldaufgang wäre eine höhere Bodenfeuchte von Vorteil, wie sich zuvor schon beim Winterraps gezeigt hatte.

Raps unterschiedlich entwickelt

Die Rapsbestände sind infolge der Trockenheit in der Auflaufphase zum Teil sehr unterschiedlich entwickelt. Neben Pflanzen, die bereits sechs bis sieben Laubblätter aufweisen, stehen auch solche, die sich erst im Zwei- bis Drei-Blatt-Stadium befinden. Entsprechend schwierig ist es für Kirsten Wilzki jetzt, die richtigen Entscheidungen bei den anstehenden Pflanzenschutzmaßnahmen zu treffen. „Ich muss mich nach den Hauptbestandsbildnern richten“, erklärt die Diplomagraringenieurin, wohl wissend, dass es besonderen Augenmerkes bedarf, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu sichern. Während die gleichmäßig entwickelten Rapsbestände bereits behandelt wurden, wird seit Mitte dieser Woche auch auf den übrigen Rapsschlägen eine Tankmischung aus Präparaten mit herbizider, fungizider und wachstumsregulierender Wirkung appliziert. Die erste Stickstoffgabe sowie Phosphordünger hat die auf insgesamt rund 600 ha angebaute Ölfrucht bereits erhalten.

Erste Unkrautbekämpfung im frühen Weizen

Die erste Maßnahme zur Unkrautbekämpfung im auf rund 300 ha Fläche relativ früh ausgesäten Winterweizen ist am Dienstag abgeschlossen worden. Das Hauptaugenmerk galt hier insbesondere dem Ausfallraps. Etwa ab Mitte kommender Woche soll auch in der Wintergerste, die im Betrieb zur nächsten Ernte ebenfalls auf rund 300 ha heranwächst, die erste Herbizidapplikation erfolgen. So lange es die Witterung zulässt, sollen im Herbst die Pflanzenschutzmaßnahmen auch im später gedrillten Winterweizen fortgesetzt werden.

Zweiter Rodetermin für Zuckerrüben

In dieser Woche soll auch die zweite Charge Zuckerrüben in einem Mengenumfang von etwa 2.000 Tonnen gerodet werden. Auf den auf dem Schlag „Betonwerk“ verbliebenen 40 bis 45 ha Fläche wird das Lohnunternehmen Heller aus Reppichau dazu die Rüben aus dem Boden holen. „Der Liefertermin ist von der Zuckerfabrik Könnern für die 42. Kalenderwoche festgesetzt“, erklärt Feldbauleiter Björn Küstermann. Die zuerst gerodeten Rüben waren zuvor bereits zur Verarbeitung in das Werk abtransportiert worden. Weitere Liefertermine stehen für das Landgut Krosigk nach Angaben des Diplomagraringenieurs für die 48. und die 50. Kalenderwoche an. Denkbar sei, so Küstermann, dass es für das Landgut im Verlaufe der diesjährigen Kampagne mehr als vier Rodetermine geben wird. Hintergrund ist das von den Verkehrsbehörden der Landkreise bestätigte Sonntagsfahrverbot für Rüben und Rübenpressschnitzel transportierende Lkw. Landwirtschaftsunternehmen, die im näheren Umkreis der Zuckerfabrik im Salzlandkreis liegen, könnten daher gefordert sein, im Saisonverlauf stets gegen Ende der Wochen zu roden, um die Bevorratung der Fabrik mit Rüben für die Verarbeitung zu sichern.

Rübenerträge bislang unbefriedigend

Mit den bisherigen Ergebnissen bei den Zuckerrüben sind Kirsten Wilzki und Björn Küstermann nicht zufrieden. Der Naturalertrag auf den zuerst gerodeten Flächen, auf denen die Rüben aufgrund der Trockenheit „geschlafen“ haben, ist unterdurchschnittlich, und auch der Zuckergehalt liegt derzeit bei nur etwa 17,5 %. „In den beiden Vorjahren lagen die Zuckergehalte anfangs allerdings auch nicht höher“, weiß Kirsten Wilzki. Sie hofft nun zumindest noch auf einen Ertragszuwachs auf den noch zur Ernte anstehenden Rübenflächen.

 

 

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