• 2014
  • 24.02.
  • 2014.24.02.

Gehölzschnitt an Feldrändern

© Detlef Finger

Traktorist Yves Schorch fährt mit dem Schlepper beim Gehölzschnitt auf einer extra angelegten Fahrspur an den Feldrändern entlang.

Im Kriechgang fährt Traktorist Yves Schorch mit seinem John Deere-Schlepper die Fahrspur am Rande einer Wintergetreidefläche am Petersberg entlang. Am Traktor angebaut ist ein Böschungsmäher des Herstellers Kuhn, der für die Landschaftspflege und kommunale Arbeiten konzipiert ist. Am Ende des Auslegerarms des Gerätes, der bis zum Feldrand reicht, ist eine Astschere angebaut. Diese ist vertikal ausgerichtet, der Messerbalken bewegt sich langsam nach oben und unten. Das Werkzeug schneidet die in den Schlag hineinragenden Zweige und sogar bis zu armstarke Äste von Sträuchern und Bäumen glatt und sauber ab. „Wir müssen diese Gehölzschnitte an den Feldrändern vornehmen, weil bei den Arbeiten auf den Ackerflächen sonst unsere Technik beschädigt wird“, erklärt Feldbauleiter Björn Küstermann. Bis Ende Februar müssen derlei Form- und Pflegeschnitte abgeschlossen sein, weiß der Diplomagraringenieur um die naturschutzrechtlichen Auflagen für solche Maßnahmen.

Schäden vorbeugen

Reichen starke Äste in den Wuchsraum der Feldkulturen hinein, müssen die Traktoristen mit ihren Geräten insbesondere bei der Bodenbearbeitung und bei Pflanzenschutzmaßnahmen ausweichen. „Vor allem aber bei der Ernte sind die Äste nicht nur hinderlich, sondern können großen Schaden anrichten, etwa wenn sie von der Haspel eines Mähdreschers erfasst und in das Schneidwerk eingezogen würden“, erläutert Küstermann. Mit der überdimensionalen Heckenschere werden die Gehölze deshalb in zwei Etappen schichtweise gestutzt. „Wir haben uns das Gerät eigens dafür angeschafft“, sagt der Feldbauleiter. Neben der Astschere hat der Betrieb auch einen Mähkopf als weiteres Werkzeug gekauft. „Alles in allem haben wir dafür fast 40.000 Euro ausgegeben“, rechnet er vor. Küstermann ist jedoch fest davon überzeugt, dass sich diese Investition rechnen wird. Mit dem Mulchkopf sollen nach der Ernte die Feldränder und Böschungen gepflegt werden, sodass unerwünschte Pflanzen nicht in die Feldkulturen hineinwachsen. Die abgeschnittenen Äste und Zweige werden anschließend von Mitarbeitern der Feldbauabteilung des Landgutes eingesammelt, mit einem betriebseigenen Schredder zerkleinert und die Holzschnitzel auf den Acker geblasen, wo das Material im Laufe der Zeit verrottet. Eigens für diese Pflegemaßnahmen haben die Krosigker Landwirte im vergangenen Herbst beim Drillen eine extra Fahrspur auf den Schlägen angelegt.

Detlef Finger

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