• 2013
  • 06.09.
  • 2013.06.09.

Fokus auf Aussaat des Wintergetreides

Stoppelsturz mit Kurzscheibenegge

Bildergalerie: Fokus auf Aussaat des Wintergetreides


Die Druschfruchternte 2013 im Landgut Krosigk ist Geschichte: Am 24. August waren die Landwirte mit dem Winterraps fertig, vier Tage später kam der letzte Winterweizen vom Halm. Beim Endspurt im Weizen halfen Berufskollegen von der Agrar GmbH Göttnitz, die einen zusätzlichen Mähdrescher samt Fahrer und Abfahrer stellten und gut 70 ha der in der letzten Augustwoche noch draußen stehenden 500 ha Korn vom Feld holten. Andere Nachbarbetriebe hatten ebenfalls ihre Unterstützung angeboten. „Zum Glück hat das Wetter in der vorigen Woche gepasst“, zeigte sich Feldbauleiter Björn Küstermann am Montag sichtlich erleichtert über den Abschluss der sich hinziehenden Getreide- und Rapsmahd.

 

Rapsaussaat auf 580 Hektar

 Parallel zu den Erntearbeiten liefen die Vorbereitungen für die Rapsaussaat im Landgut auf Hochtouren. Zwischen 20. und 30. August kam die Ölfrucht auf 580 ha in den Boden, jeweils zur Hälfte nach Wintergerste bzw. -weizen. „Zum Drillstart waren die Bedingungen deutlich besser, weil das Saatbett noch eine höhere Feuchte aufwies“, weiß Küstermann um die Vorteile der früh räumenden Gerste.

In dieser Woche richtet sich das Augenmerk im Feldbau des Agrarunternehmens nun auf die Bestellung des Wintergetreides. 300 ha Gerste und rund 1 300 ha Weizen müssen in den Boden. Bis spätestens 15. Oktober wollen die Krosigker Landwirte damit fertig sein. Voraussichtlich ab Mitte kommender Woche sollen in Etappen von jeweils drei bis vier Tagen zuerst rund 300 ha frühsaatverträglicher Winterweizen und danach die Wintergerste ausgesät werden, ehe der restliche Weizen in die Erde kommt. Den relativ zeitigen Beginn der Bestellarbeiten begründet Feldbauchef Björn Küstermann mit der Getreidelastigkeit des Betriebes und der im Unternehmen praktizierten pfluglosen Bodenbearbeitung. „Das Wetterrisiko für die Aussaat ist unter diesen Bedingungen ab der zweiten Oktoberhälfte einfach zu hoch. Schließlich wollen wir den späten Winterweizen nicht in einen nassen Boden einschmieren“, erklärt er und schiebt nach: „Das Saatbett geht bei uns vor der Saatzeit“.

 

Stoppelsturz und Feldhygiene

 In diesen Tagen bereiten die im Feldbau beschäftigten Mitarbeiter des Landgutes die Wiederbestellung vor. Auf den abgeernteten Flächen erfolgt zunächst der Stoppelsturz und mit entsprechendem zeitlichen Versatz dann eine Behandlung des aufgelaufenen Ausfallgetreides- bzw. -rapses und der gekeimten Unkräuter mit einem glyphosathaltigen Präparat zum Brechen der sogenannten grünen Brücke.

Zu Beginn der dritten Augustdekade haben die Krosigker Landwirte zudem das Stroh von etwa 60 bis 70 ha Weizenfläche für die Pensionspferde und den umfangreichen Schafbestand des Landgutes gepresst und inzwischen eingelagert. Auf weiteren Teilflächen blieb das Stroh zur direkten Vermarktung über einen Lohnunternehmer liegen. „Die Erlöse aus dem Strohverkauf verwenden wir komplett für den Zukauf von organischen Düngern, vor allem Hühnertrockenkot und Biogasgärrest, um unsere Böden insbesondere mit den Grundnährstoffen Phosphor und Kalium zu versorgen“, sagt Küstermann.

 

Mit Ernteergebnissen zufrieden

 Mit den Ernteergebnissen bei Getreide und Raps zeigte sich Landgut-Geschäftsführer Thomas Prüfer zu Wochenbeginn zufrieden. Sowohl die Naturalerträge als auch die Qualitäten des Erntegutes seien gut – bis hin zum Durum. Lediglich eine Weizensorte habe Probleme mit der Fallzahl offenbart. Das Korn kam zudem überwiegend trocken vom Feld. Gut 5.000 Tonnen A- und E-Weizen hat das Landgut in der betriebseigenen Siloanlage eingelagert.

Angesichts des drastischen Verfalls der Erzeugererlöse  für die Druschfrüchte zur diesjährigen Ernte ist der Betriebsleiter froh, Vorkontrakte über jeweils etwa die Hälfte der Menge bei Wintergerste und Winterweizen sowie drei Viertel der Rapsernte abgeschlossen zu haben. So kann der Betrieb zum Teil von deutlich besseren Vorjahrespreisen profitieren und den jetzigen Preissturz ein Stück weit abfangen. „Beim Abschluss von Kontrakten für die Ernte 2014 werden wir wohl erst einmal Zurückhaltung üben und abwarten, wie sich die Preise weiter entwickeln“, blickt Prüfer bereits voraus.

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