• 2013
  • 26.08.
  • 2013.26.08.

Familienduell beim Landeshüten

Martin Winz, Sachsen-Anhalts Rekordhalter unter den Leistungshütern, hat seiner Sammlung einen weiteren Titel hinzugefügt: Der Schäfermeister aus Halle-Seeben siegte am Samstag in Krosigk zum nunmehr zehnten Male bei einem Landesfinale. Der 65-Jährige, seit 2008 im gastgebenden Landgut angestellt, zeigte als ältester aller sieben Teilnehmer die mit Abstand beste Hüteleistung (52,25 von 55 möglichen Punkten). Und auch seine Helfer, die Altdeutschen Hütehunde Atze (Haupthund, 4 Jahre) und Lump (Beihund, 3 Jahre) – beides Gelbbacken –, überzeugten mit Einzelbewertungen von 42,25 von 45 erreichbaren Zählern bzw. 14,25 von maximal 15 erzielbaren Punkten (Beihund). Vorzügliche Leistung Die vom Altmeister und seinen Hunden insgesamt erreichten 108,75 Punkte sind laut Hüteordnung gleichbedeutend mit dem Prädikat „Vorzüglich“. Nur etwas mehr als sechs Zähler gaben der erfahrene Hüter und sein noch junges Hundegespann bei ihrem finalen Auftritt ab, für den sie sich als Vizemeister beim Vereinshüten im Saaletal am 20. Juli über die Punkteregelung qualifiziert hatten. Platz vier beim Landeshüten ging an Michael Winz. Der seit Mitte 2005 im Landgut Krosigk als Schäfer angestellte 32-Jährige wurde wegen seines Dreifacherfolges in den letzten Jahren beim Saaletalhüten und seines vorjährigen Vizelandesmeistertitels als Mitfavorit gehandelt. Michael blieb allerdings mit seinen Hunden Jette (8,5 Jahre) und Minna (6,5 Jahre), beides Gelbbacken, mit insgesamt 93,63 Punkten (42,5/36,13/15) schließlich unter seinen Möglichkeiten. Freuen durfte sich der Jüngste im Starterfeld aber über den Pokal des Landesbauernverbandes für Minna, den besten Beihund. Lob für Gastgeber Christian Winz (34), der bereits seit dem Jahr 2000 zur Belegschaft des Krosigker Agrarbetriebes gehört, rangierte sich gemeinsam mit seinen Hunden Hilde (9 Jahre) und Linde (4 Jahre), ebenfalls Gelbbacken, mit einigem Abstand und 78,88 Punkten (38/31,25/9,63) auf Rang fünf ein. Weil die beiden Brüder die für den Hütewettbewerb gestellte Herde auch im Alltag betreuen bzw. mit dieser trainiert haben, gingen sie als erster bzw. zweiter Hüter ins Rennen. Das Landgut Krosigk um Betriebsleiter Thomas Prüfer war zum wiederholten Mal ein würdiger Gastgeber für ein Landes- bzw. Bundeshüten und wurde dafür mehrfach gelobt. Das Hütegelände und die 300-köpfige Hüteherde, die eigens für den Wettkampf aus der etwa 10 Kilometer entfernten Franzigmark nach Krosigk getrieben worden war, hatten die Männer der Schäferfamilie Winz wieder hervorragend vorbereitet. Auch dafür gab es beim Hüten einen besonderen Dank. Auf Martin Winz, den frisch gebackenen Landesmeister, wartet nun bereits die nächste große Herausforderung: Vom 6. bis 8. September findet im brandenburgischen Storkow/OT Rieplos das Bundeshüten 2013 der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) statt. Dort wird der Schäfermeister die sachsen-anhaltischen Landesfarben vertreten.

 

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