• 2012
  • 08.05.
  • 2012.08.05.

Erntevorbereitung und Agrarantrag

Dieser Tage standen und stehen im Landgut Krosigk viele verschiedene Arbeiten an: Auf dem Ackerland hat die benachbarte Ostrauer Agrar GmbH in der vorigen Woche in Dienstleistung auf zirka 30 ha Mais ausgesät. „Der Aufwuchs wird zu einem Drittel als Futterreserve für unsere Schafe dienen (Silierung zusammen mit Zuckerrübenpressschnitzeln), zwei Drittel der Ernte werden als Substrat für die Biogasgewinnung vermarktet“, erklärt Betriebsleiter Thomas Prüfer. Im Winterraps wurde die Blütenspritzung gegen Sklerotinia durchgeführt. Die Wintergerste hat zudem ihre dritte Düngergabe erhalten.

Gestern war Traktorist Wolfram Winterfeld dabei, die auflaufenden Zuckerrübenbestände mit einem Herbizid nachzubehandeln. „Durch die Niederschläge hat der Unkrautdruck zugenommen, vor allem mit Knöterich“, ergänzt Feldbauleiter Björn Küstermann. Bei der ersten Applikation war die Bodenwirkung der Herbizide wegen der extremen Trockenheit nur unzureichend und für die blattaktiven Wirkstoffe war teils zu wenig Blattmasse vorhanden.

Mitte voriger Woche konnte das Agrarunternehmen erstmals seit längerer Zeit ergiebigere Niederschläge verzeichnen. 20 Liter Regen und teils auch Hagelkörner sind pro Quadratmeter bei den Gewitterschauern gefallen. „Die Bestände sind nach der lang anhaltenden Trockenheit richtig aufgelebt“, sagt Thomas Prüfer. Verschlämmungen hat es zum Glück nicht gegeben.

In der Werkstatt im Ortsteil Kaltenmark wird derzeit schon emsig an der Getreideerntetechnik geschraubt. René Gensler und David Junge waren gestern dabei, die gut neun Meter breiten Schneidwerke auf ihren Einsatz vorzubereiten. Beide sitzen in der Druschfruchternte als Stammfahrer „auf dem Bock“ und tun in der übrigen Zeit des Jahres im Landgut als Traktoristen ihren Dienst. René ist „Spezi“ für den Pflanzenschutz, David erledigt vor allem die schwere Bodenbearbeitung sowie das Ausbringung von Dung und Mineraldüngern. „Wir sehen zu, dass wir mit den Vorbereitungen auf den diesjährigen Ernteeinsatz pünktlich vor der Heuernte, die Ende Mai, Anfang Juni beginnt, fertig sind“, gibt Geschäftsführer Prüfer als Termin vor.

Bei zwei der vier Mähdrescher des Landgutes – alles Rotordrescher der S-Serie von John Deere - sind die auszuführenden Arbeiten bereits abgeschlossen. Wartung und Pflege sowie kleinere Arbeiten erledigen die Mitarbeiter des Betriebes selbst. Größere Reparaturen oder der Ersatz von Verschleißteilen, für die spezielle elektronische Prüfgeräte oder Spezialwerkzeuge erforderlich sind, übernimmt die Stücker Landtechnik GmbH in Domnitz. Der Landtechnikfachbetrieb ist langjähriger verlässlicher Vertragspartner des Landgutes.

Kirsten Wilzki hat heute im Büro am Computer ein letztes Mal die Unterlagen für den Antrag auf Agrarförderung für die vier Betriebe des Krosigker Unternehmensverbundes überprüft. Seit gut vier Wochen saß sie – so es ihre Aufgaben in der täglichen Praxis im Feldbau des Landgutes zuließen – an der elektronischen Antragstellung. Sie verwendet dafür die PC-Programme Profil inet und AgroView, die ihr via Internet auch die Stammdaten der Betriebe und die vorjährigen Antragsdaten lieferten.

Morgen früh fährt Kirsten Wilzki mit den elektronisch gespeicherten Antragsdaten und den unterschriebenen Begleitscheinen zur Hallenser Außenstelle des Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Süd, um die Unterlagen abzugeben. „Der persönliche Kontakt zum Amt ist mir wichtig, weil dort ein erster Sofortabgleich erfolgt und die Mitarbeiter der Behörde uns bei Fragen auch stets hilfreich zur Seite stehen“, sagt die Diplomagraringenieurin. Letzter Abgabetermin für den Agrarantrag ist der 15. Mai.

 

 

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