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  • 2013.12.08.

Ernte wird zur Geduldsprobe

Zwei Erntemaschinen waren im Einsatz, um bei Drehlitz Winterraps zu dreschen.

Bildergalerie: Ernte wird zur Geduldsprobe


„Es ist schon verrückt in diesem Jahr“, sagt Kirsten Wilzki. Im Juli, bei bestem Erntewetter, seien die Druschfrüchte noch nicht reif gewesen. Und jetzt, da sich die Erntezeitfenster für die einzelnen Kulturen überlagern, will die Witterung nicht mehr so richtig mitspielen.


Weizen, Raps, Durum und Erbsen unterm Drescher

Nichtsdestotrotz haben die Krosigker Landwirte auch in der vergangenen Woche die verfügbaren Tage und Stunden genutzt, um Weizen, Raps, Durum und Erbsen zu dreschen. Bis zum Sonntag waren 430 ha Winterweizen und 140 ha Winterraps geerntet. Das entspricht jeweils einem Viertel des betrieblichen Anbauumfangs dieser Kulturen. Der Durum war bis dahin von 120 ha geborgen. Der Hartweizen wurde trotz etwas erhöhter Kornfeuchte geerntet, um die Qualität zu erhalten.


Gute Qualität von Durum

Im Gegensatz zu den Vorjahren, als der Durum zunächst selbst eingelagert wurde, ging das Korn deshalb in diesem Jahr direkt aus der Ernte heraus an die Saalemühle nach Alsleben. „Die Qualitätsparameter sind bis auf das Hektolitergewicht alle im grünen Bereich“, weiß Kirsten Wilzki. Erstaunt war man im Landgut über den außerordentlich hohen Ertrag des Sommerdurums von gut 70 dt/ha. Der war insbesondere wegen der späten Aussaat Mitte April so nicht zu erwarten. „Ausgezahlt hat sich hier aber offenbar, dass wir die Aussaatstärke deswegen relativ hoch angesetzt haben“, sagt die Diplomagraringenieurin.


Weizen lagerfähig

Zufrieden ist Kirsten Wilzki auch mit der Qualität des Weizens, der bis jetzt mit einem mittleren Ertrag von 78 dt/ha zu Buche schlägt. Die Hektolitergewichte betrugen zwischen 77 bis 82 kg, die Proteinwerte beim geernteten A-Weizen lagen um die 14 %, ebenso wie die Kornfeuchte. „Alles lagerfähig“, bestätigt die Feldbauverantwortliche. Etwa 1.000 Tonnen A-Weizen wurden im betriebseigenen Lager in Kaltenmark eingebunkert. Der übrige Weizen wurde zumeist ebenfalls an die Saalemühle vermarktet, ein Teil ging an den Agrarhandel Roth.


44 bis 45 % Ölgehalt beim Raps

Beim Raps pendeln die Hektarerträge zwischen 42 bis 49 dt. Am Sonntag kamen weitere 40 ha der Ölfrucht vom Feld. Mit 44 bis 45 % Ölgehalt bei der ersten Sorte PR46W20 ist auch dieser Parameter recht zufriedenstellend. Gedroschen wurden mittlerweile auch die in diesem Jahr angebauten 12 ha Körnererbsen. Die Erbsen sind als Eiweißfutter für den Schafbestand des Betriebes gedacht und auch das inzwischen gepresste Erbsenstroh wird die Winterfutterrationen der Wiederkäuer bereichern.


Vier Mähdrescheriim Einsatz

Heute waren die vier Mähdrescher des Landgutes gleich in drei Kulturen im Einsatz: Neben Weizen wurde auch Raps gedroschen. Am späteren Nachmittag setzten zwei Maschinen noch einmal zu einer Fläche unterhalb des Petersberges um, um die verbliebenen rund 80 ha Durum in guter Qualität zu bergen. „Bei der gleichzeitigen Ernte von drei verschiedenen Druschfrüchten wird insbesondere die Organisation der Abfuhr des Erntegutes zu einer echten Herausforderung“, sagte Feldbauleiter Björn Küstermann, während er Mario Sparing am Feldrand bei einer Reparatur zur Hand ging. An der Maschine des Auszubildenden war der Messerkopf gebrochen und musste ausgetauscht werden.

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