• 2013
  • 22.04.
  • 2013.22.04.

Endlich hinaus ins Grüne

Sowohl die Schäfer des Landgutes Krosigk als auch ihre Tiere hatten diesen Moment schon seit Längerem herbeigesehnt: Am heutigen Montag ging es nun endlich hinaus ins Grüne. Der lange Winter hatte den Austrieb gegenüber dem Vorjahr um etwa drei Wochen verzögert. Die wüchsige Witterung der letzten Tage sorgte zusammen mit dem hohen Bodenwasservorrat aber dafür, dass die Schafe auf den Weideflächen nun fürs Erste genügend Futter finden.

Die Schäfer Martin, Christian und Michael Winz brachten mit Unterstützung von Traktorist Hubertus Neuhaus und Azubi Laura Trappschuh die ersten Schafe auf die Hutungen in der Gemarkung Wettin. Hier wird Senior Winz in den kommenden Monaten bis zum Spätherbst die aus etwa 400 bis 450 Mutterschafen und weiblichen Jährlingen zusammengestellte Herde gemeinsam mit den beiden Lehrlingen – neben Laura ist das Lars-Ole Schmutz – hüten.

Mit zwei Schleppern samt Viehanhängern fuhren Hubertus Neuhaus und Michael Winz die Schafe hinaus, wo sie gegen Mittag von Schäfermeister Martin Winz und seinen Altdeutschen Hütehunden Lina und Atze in Empfang genommen wurden. Später am Tag gesellte sich auch noch Laura Trappschuh mit ihrem Hütehund Lump dazu. Die vierbeinigen Helfer konnten es ebenfalls kaum erwarten, im Freien nun wieder ihrem Hütetrieb nachgehen zu können.

Vor der Verladung wurden die Schafe im Kösselner Stall, um den sich Altmeister Martin Winz kümmert, noch sortiert. Während die zum Verkauf anstehenden Lämmer, die jetzt um die 100 Tage alt sind, im Stall blieben, wurden die Mutterschafe auf die Transportfahrzeuge verfrachtet. Dazu waren teilweise Tricks nötig. So schnappte sich ein Schäfer ein Mutterschaf und bugsierte es hinauf auf den Hänger. Mit seinem Blöken bewog es schließlich auch die anderen Tiere dazu, ihm freiwillig über die Verladerampe zu folgen. Die letzten Schafe mussten dann von den Schäfern und ihren Helfern quasi hinauf geschoben werden. Etwa 35 bis 40 Mutterschafe umfasste so eine Fuhre.

Am Abend waren dann auch die letzten Schafe von Martin Winz Herde draußen in der Wettiner Flur. Zuletzt wurden noch eine Gruppe Mutterschafe aus dem großen Krosigker Stall geholt. Morgen sollen dann weitere 400 bis 450 Schafe aus dem Krosigker Stall folgen. Sie werden in die Franzigmark bei Morl verbracht, wo sie im Verlaufe der Saison von Jungschäfermeister Christian Winz betreut werden. Die dritte, etwa gleichgroße Herde von Michael Winz soll dann am Freitag folgen. Anfang kommender Woche beschließen die für die Zucht bestimmten Zibbenlämmer, gut 300 Tiere, den Reigen. Auch sie werden die Weidesaison in der Franzigmark verbringen.

 

 

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