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  • 2012.22.10.

Drei Termine für Rübenlieferung

Am Montag voriger Woche fand die Zuckerrübenernte im Landgut Krosigk ihre Fortsetzung. Für die 43./44. Kalenderwoche stand die nächste Lieferung an die Zuckerfabrik der Pfeifer & Langen KG in Könnern im Salzlandkreis an. Rund 3 500 Tonnen Rüben umfasste die zweite Tranche, zwei Schläge unterhalb des Petersberges wurden dafür beerntet. Das Roden der Rüben und die Mietenanlage am Feldrand übernimmt das Lohnunternehmen Heller aus Reppichau im Landkreis Anhalt-Bitterfeld für die Krosigker Landwirte.

Am Sonnabend waren die Rübenberge verschwunden, die Rüben abgeholt. Mit dem Ertrag zeigte sich Landgut-Geschäftsführer Thomas Prüfer zu Wochenbeginn sehr zufrieden, auch wenn noch nicht alle Transportbescheinigungen den einzelnen Flächen zugeordnet waren. „Auf den zuletzt gerodeten Flächen kommen wir auf über 70 Tonnen reine Rüben“, rechnete er vor. Beim Zuckergehalt liege man mit etwa 18 Prozent zwar etwas unter dem derzeitigen Fabrikdurchschnitt, doch werde das durch den hohen Naturalertrag mehr als wettgemacht.

„Die Erträge sind je nach Standort und örtlichem Witterungsverlauf recht unterschiedlich“, warf Pflanzenbaufachfrau Kirsten Wilzki ein. So habe etwa ein Schlag bei Ostrau nur um die 40 Tonnen Rüben, allerdings mit 19 Prozent Zuckergehalt, gebracht. Dort war die Rodung zum Start der ersten Ernterunde wegen der Trockenheit und der damit verbundenen relativ hohen Rodeverluste zunächst abgebrochen worden. Die Erntebedingungen haben sich seither kaum verbessert, konstatierte Betriebsleiter Prüfer. Die erhofften Niederschläge sind bislang weitestgehend ausgeblieben.

Bereits Mitte September waren im Betrieb im Rahmen der Frührodung rund 3 000 Tonnen der süßen Hackfrüchte aus dem Boden geholt worden. Nun stehen noch etwa knapp 90 Hektar Zuckerrüben auf den Feldern. Diese werden aber erst im November geerntet und abgefahren. Für die verbleibenden Flächen rechnet Geschäftsführer Prüfer mit einer Gesamterntemenge von zirka 5.000 Tonnen Rüben.

Die vertraglich festgeschriebene Rübenquote wird der Betrieb damit wohl übererfüllen, ist sich Prüfer sicher. Allerdings habe man auch Industrierüben im Anbau. Die Übermengen werde man eher als Industrierüben vermarkten und nicht auf die Quote des nächsten Jahres anrechnen lassen, blickte der Betriebsleiter schon voraus. Etwa 300 Tonnen Rüben werden zudem als Winterfutter für die Schafe eingelagert. Letztlich gehe es darum, die betriebliche Anbauplanung stabil zu halten, erklärte Prüfer. Die Rübenschläge, insgesamt rund 220 Hektar, sollen im kommenden Jahr mit Sommerdurum bestellt werden.

 

 

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