• 2013
  • 14.01.
  • 2013.14.01.

"Die Lämmchen sind soooo süß"

Seit dem 1.August letzten Jahres erlernt Laura Trappschuh im Landgut Krosigk den Beruf Tierwirtin mit Schwerpunkt Schafhaltung. „Mit Tieren zu arbeiten ist schon seit der Kindheit mein Traum“, verrät die 17-Jährige. Eigentlich sei ihr Wunschberuf Tierpflegerin in einem Zoo, fährt sie fort. Doch dort sollte man mindestens 18 Jahre als sein und am besten schon eine Ausbildung im Tierbereich haben, erklärt Laura. An der Arbeit mit den Schafen hat sie längst Gefallen gefunden. „Das macht mir sehr viel Spaß. Vor allem die Lammzeit ist cool. Und die Lämmchen sind sooo süß.“ Ein kleines Lamm, das um beide Augen kreisrunde, hellbraune Flecken hat, hat es dem Mädel aus dem Erzgebirge besonders angetan.

Zusammen mit Schäfermeister Martin Winz kümmert sich Laura im Stall in Kösseln um rund 200 Mutterschafe, zehn Jährlingsböcke, die für die Auktion im März vorbereitet werden, sowie 25 Ziegen und zwei Esel. Fütterung und Pflege der Tiere gehen ihr dabei inzwischen ebenso flott von der Hand wie die Geburtshilfe oder das Traktor fahren. „Laura stellt sich recht geschickt an“, lobt Martin Winz. Mit dem 64-Jährigen, der ein ausgewiesener Fachmann ist, hat die Jugendliche einen exzellenten Lehrmeister an ihrer Seite, der ihr viel an Wissen und Fertigkeiten vermitteln kann. Das ist auch nötig, muss die Auszubildende in nächster Zeit doch ihre Selbständigkeit unter Beweis stellen und an einzelnen Tagen auch mal allein den Tierbestand versorgen. Denn Schäfermeister Winz ist derzeit als Mitglied der Körkommission des Landesschafzuchtverbandes Sachsen-Anhalt e.V. zusammen mit LSV-Geschäftsführer Dr. Hans-Jörg Rösler auf Betrieben von Berufskollegen unterwegs.

Tagtäglich kümmert sich Laura auch um Hütehund „Lump“. Der junge Altdeutsche Hütehund war mit der Auszubildenden und dem Schäfermeister bis zum Ende der Hütesaison draußen auf den Weideflächen an der Herde. Auch das Hüten will im Übrigen gelernt sein. Im dritten Lehrjahr muss Laura als Teil ihrer Berufsausbildung auch die Hüteprüfung absolvieren. Bis dahin kann sie sich sicher noch so manches von ihrem Lehrmeister abschauen. Der gehört zu den besten Hütern hierzulande und hat es unter anderem bereits auf neun Landesmeistertitel gebracht. Die neue Hütesaison geht indes erst im Frühjahr wieder los. Jetzt heißt es für Laura und Martin Winz, sich auf die Ablammung zu konzentrieren. Die Hälfte der Mutterschafe hat ihre Lämmer bereits geboren, etwa bei jedem zweiten Tier kamen Zwillinge zur Welt. „Bei einer durch die Landschaftspflege bedingten extensiven Haltung, wie wir sie betreiben, sind Mehrlingsgeburten nicht so häufig wie in intensiv geführten Herden“, so der Schäfermeister.

 

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr