• 2013
  • 15.04.
  • 2013.15.04.

Die ersten Rübenpillen sind im Boden

Auf dem Schlag „Betonwerk“ zwischen Kösseln und Drehlitz herrschte am Montagmittag ein emsiges Treiben. Gleich drei Schlepper-Gespanne drehten auf dem Acker ihre Runden. Azubi Mario Sparing brachte unter Anleitung von Landwirt René Gensler mit der Feldspritze AHL als Vorsaatdünger für die Zuckerrüben aus, die in diesem Jahr auf dieser 95 ha großen Fläche gedeihen sollen. Bernd Teuscher arbeitete die Düngerlösung flach ein und bereitete dabei zugleich mit dem mit Zinkenwerkzeugen und Walzenkombinationen ausgestatteten Kompaktor mit 10 Meter Arbeitsbreite ein feinkrümeliges, gleichmäßig tiefes und gut rückverfestigtes Saatbett für die Rübenpillen vor. Das Drillen des Rübensaatgutes erledigte schließlich Wolfgang Amelang vom Agrarservice Heller mit einer 18-reihigen Einzelkornsämaschine. Das Lohnunternehmen aus Reppichau erbringt die Rübenaussaat als Dienstleistung für das Landgut.

Im Herbst war auf der Fläche die Grundbodenbearbeitung pfluglos mit einem Grubber auf 30 cm Tiefe durchgeführt worden, erklärt Feldbauleiter Björn Küstermann. Über den Winter hat die Frostgare bereits für einen krümeligen Zustand der obersten Bodenschicht gesorgt. Nun galt es, das Saatbett nur ganz flach, etwa 3 bis 4 cm, zu bearbeiten, damit die Rübenpillen auf einem feuchten Bodenhorizont zu liegen kommen und den Wasseranschluss nicht verlieren, der für eine gleichmäßige und zügige Keimung wichtig ist. Abgelegt werden die Rübensamen in der Reihe mit einem Abstand von 22,4 cm. Rübensaatgut bezieht das Landgut Krosigk, das auch in diesem Jahr auf insgesamt gut 200 ha Zuckerrüben anbauen wird, von verschiedenen Züchterhäusern. Frank Aschenbach versorgte die Drillmaschine mit der nötigen Saatware.

Bis zum vergangenen Wochenende waren in der Krosigker Agrargesellschaft auch etwa 120 ha mit Durum bestellt. Der Hartweizen wird im Betrieb nach Zuckerrüben angebaut und hat dementsprechend ebenfalls einen Anbauumfang von rund 200 ha. Allerdings waren einige Flächen, etwa unterhalb des Petersberges, zu Wochenbeginn noch zu feucht, um auch dort das Saatbett für den Durum zu bereiten. Überhaupt müssen die Landwirte bei den Bestellarbeiten aufpassen, denn in so mancher Senke auf den Feldern und an den Schlagrändern, in denen sich das Wasser gesammelt hatte, ist der Boden im Untergrund noch recht feucht und weich.

 

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