• 2012
  • 09.07.
  • 2012.09.07.

Die erste Wintergerste ist vom Halm

Die Vorhersage von Kirsten Wilzki, wonach die Getreideernte im Landgut Krosigk um den 10. Juli beginnen wird, hat sich bestätigt: Um die Mittagsstunde zogen die vier Mähdrescher des Betriebes heute nahe der Ortslage Drehlitz ihre ersten Bahnen. Am späten Nachmittag war die erste Wintergerste auf dem 37-Hektar-Schlag „Grundberg“ vom Halm. Bevor die Erntemaschinen kurz vor 18 Uhr noch auf den 70-Hektar-Schlag „Saubucht“ am Petersberg umsetzten, legte der Komplex eine kurze Pause ein. Betriebsleiter Thomas Prüfer hatte beim Landgasthaus in Ostrau eine warme Mahlzeit für die Mähdrescher- und Schlepperfahrer geholt, die am Feldrand gemeinsam verzehrt wurde. Feldbauleiter Björn Küstermann wagte in dieser Runde eine erste Ertragsprognose: „Ich rechne hier mit 80 bis 85 Doppelzentnern“, sagte er.

Obwohl die Halme der Wintergerste vor allem auf den Vorgewenden teils noch grün sind, waren die Voraussetzungen für den Drusch mit Kornfeuchtegehalten zwischen 14 und 15 Prozent gegeben. Das Erntegut wird direkt aus der Ernte heraus vermarktet. Einen Teil der Futtergerste bringen Mitarbeiter der Agrargesellschaft mit Schleppern und Hängerzügen zur Zörbiger Außenstelle der Agrarhandel Roth GmbH, der andere Teil wird ab Feld an den Standort Trebitz (bei Könnern) der BARO Lagerhaus GmbH & Co. KG verkauft, die das Erntegut mit Lkw abholen. Mit den Erlösen ist Geschäftsführer Prüfer sehr zufrieden: „Die Tagesgebote liegen heute bei 205 Euro je Tonne Futtergerste, für vorkontraktierte Ware bekommen wir knapp unter 200 Euro je Tonne.“ Der Ackerbauer weiß aber auch, dass die derzeitigen Getreidepreise den Vieh haltenden Betrieben große Sorgen bereiten werden. Der Landgut-Chef rechnet insgesamt mit einer Erntemenge von rund 1.800 Tonnen Wintergerste im Betrieb. Über gut 80 Prozent davon hat das Unternehmen erst in den vergangenen beiden Wochen Lieferverträge mit dem Landhandel vereinbart.

Wenn das Wetter mitspielt, wird die Wintergerste von den rund 240 Hektar Anbaufläche in drei Druschtagen, also bis Mitte dieser Woche, geborgen sein. Danach wird es nach Einschätzung des Betriebsleiters eine kurze Erntepause von drei bis vier Tagen geben, ehe die ersten frühen Winterweizensorten und der Winterraps „unters Messer“ kommen.

 

 

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr