• 2012
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  • 2012.03.12.

Bescherung vor dem Urlaub

Vergangenen Freitag saß die gesamte Belegschaft des Landgutes Krosigk im kleinen Versammlungsraum im Bürogebäude auf dem Betriebshof noch einmal zusammen. Geschäftsführer Thomas Prüfer hatte alle zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Es gab Wildschweingulasch mit Rotkohl und Klößen sowie Stollen, Plätzchen und Kaffee. Das gemeinsame Mahl Ende November hat im Betrieb Tradition. Bevor sich die Beschäftigten der Feldbauabteilung in den Urlaub verabschieden, wurde noch einmal Bilanz gezogen, wurden kleine Geschenke verteilt und natürlich auch lobende Worte. Prüfer dankte allen Mitarbeitern für deren gute und engagierte Arbeit. „Es ist für unseren Betrieb insgesamt ein sehr gutes und erfolgreiches Jahr“, sagte der Betriebsleiter.

Feldbauchef Björn Küstermann nutzte die Gelegenheit, um über die letzten Ergebnisse im Marktfruchtbau zu informieren. So seien im Betrieb je nach Schlag zwischen 600 bis 900 dt/ha Zuckerrüben mit durchschnittlich knapp über 18 Prozent Zuckergehalt geerntet worden. Die Hackfrüchte, darunter auch ein Teil Industrierüben, würden allesamt an die Zuckerfabrik Könnern vermarktet, gleichwohl die betriebliche Rübenquote von gut 12.000 Tonnen in diesem Jahr übererfüllt werde, kündigte er an. „Die Preise sind gut“, sagte Küstermann. „Und wir wollen unsere bewährte Anbaustruktur nicht verändern“, schob Betriebsleiter Prüfer nach. Um die erforderlichen Anbaupausen zu gewährleisten, sind die rund 200 Hektar Zuckerrüben in eine viergliedrige und die etwa 600 Hektar Raps in eine dreigliedrige Fruchtfolge integriert.

Am Sonntagmorgen und am Montagvormittag holten die Schäfer unterdessen die nächsten Schafe von den Weideflächen in der Wettiner Flur und in der Franzigmark bei Morl näher an die heimatlichen Stallungen heran beziehungsweise trieben diese schon in die Ställe hinein. Jungschäfermeister Christian Winz kümmerte sich heute zusammen mit Traktorist Hubertus Neuhaus um die Herde seines Bruders Michael, der zu Wochenbeginn mit Fieber das Bett hüten musste. Unterstützt von Hündin Jette wurden die Tiere vom Mühlberg auf kürzestem Wege über Feldwege entlang der Pferdekoppeln zum Betriebshof und dann in den großen Schafstall in Krosigk getrieben. Frisch eingestreut mit Stroh, in dem sich einige Zuckerrüben als „Leckerlis“ fanden, wird der Stall den Schafen über die Wintermonate als Quartier dienen. Hier werden die Muttertiere etwa ab Anfang Januar auch ihre Lämmer bekommen.

Unterstützung erhalten die Schäfer in den nächsten Wochen bei der täglichen Arbeit von den Kollegen aus dem Feldbau, die abwechselnd – meist wochenweise – im Stall mit Dienst tun. Darüber hinaus machen sich die Traktoristen auf dem Pferdehof des Landgutes nützlich oder sind in der Werkstatt in Kaltenmark mit Reparatur- und Wartungsarbeiten an den Maschinen und Geräten beschäftigt. Für sämtliche Arbeiten erhielten die Beschäftigten des Betriebes am Freitagnachmittag im Anschluss an das vorgezogene Weihnachtsessen im Übrigen eine umfangreiche Arbeitsschutzunterweisung durch Reinhard Stahl. Der Inhaber des Ingenieurbüros asst GmbH 2000 aus der Gemeinde Kabelsketal führt schon seit Jahren die nötigen Schulungen im Landgut durch.

 

Themen: Schäfer, Schafe
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