• 2013
  • 29.04.
  • 2013.29.04.

Arbeitsspitze im Pflanzenschutz

„Die feucht-warme Witterung ist ideal für das Pflanzenwachstum“, sagt Kirsten Wilzki, die im Landgut Krosigk mitverantwortlich für den Feldbau und speziell für den Pflanzenschutz ist. „Die 18 Millimeter Niederschlag vom Wochenende, die zudem als Landregen kamen, waren Gold wert“, freut sich die Diplomagraringenieurin. Aufgrund der wüchsigen Witterung sind nun aber auch die Mitarbeiter der Feldbauabteilung gefordert, denn die Arbeiten drängen.

René Gensler und Wolfram Winterfeld haben heute mit Pflanzenschutzmaßnahmen in der Wintergerste begonnen, die sich im Entwicklungsstadium EC 31/32 befindet. Die Arbeiten auf den rund 300 ha Anbaufläche sollen morgen bereits abgeschlossen sein. „Die Traktoristen bringen mit unseren beiden Amazone-Feldspritzen UX 5200 eine Tankmischung aus Halmstabilisator, Fungizid gegen Rhynchosporium und Netzflecken sowie Flüssigdünger mit den Spurenelementen Mangan, Bor, Kupfer und Zink aus“, erklärt Kirsten Wilzki. Bei einer Wasseraufwandmenge von 170 Liter je Hektar reicht eine Tankfüllung für etwa 30 Hektar.

Der Winterweizen auf rund 1.300 Hektar ist weitestgehend bereits in der vergangenen Woche in einem Arbeitsgang mit Halmstabilisator behandelt und mit Blattdünger versorgt worden. Wo es nötig war, wurde der Spitzbrühe zudem ein Herbizid gegen Klettenlabkraut zugesetzt. Und auch die 580 Hektar Winterraps wurden in der vergangenen Woche mit einem Insektizid gegen den Rapsstengelrüssler behandelt.

Die Pflanzenschutzmaßnahmen im Weizen wurden heute Vormittag abgeschlossen. „Parallel zum Pflanzenschutz haben wir heute damit begonnen, dem Wintergetreide die zweite Gabe an Stickstoff zu verabreichen“, schiebt Kirsten Wilzki nach.

Die Aussaat der Zuckerrüben auf 200 Hektar erfolgte in Krosigk in der 16. Kalenderwoche. Ebenfalls in den Boden gekommen sind Körnererbsen (12 Hektar) und Durum (200 Hektar). „Auf den Rübenflächen wird Ende dieser Woche wohl die erste Nachauflaufbehandlung (NAK) fällig“, schätzt Feldbauchef Björn Küstermann ein. „Und auf der zuerst bestellten Hälfte der Durumfläche werden wir dann auch eine Unkrautbekämpfung vornehmen.“

Lediglich der Mais, der zum Verkauf als Gärsubstrat für die Biogaserzeugung angebaut wird, harrt noch der Aussaat. „Die Flächen an der Fuhne, die wir für den Maisanbau vorgesehen haben, sind einfach noch zu nass“, erklärt Landgut-Geschäftsführer Thomas Prüfer.

Das Landgut Krosigk setzt im Feldbau auf den integrierten Pflanzenschutz. Grundlage für alle Entscheidungen bezüglich einer Behandlung der Kulturen gegen Krankheiten und Schädlinge sind Schadschwellen bzw. Bekämpfungsrichtwerte und natürlich regelmäßige Bonituren der Pflanzenbestände.

Trotz des derzeit enormen Arbeitspensums nahmen einzelne Mitarbeiter des Landgutes zumindest stundenweise die Gelegenheit wahr, um sich in der vergangenen Woche auf der agra in Leipzig über neueste Entwicklungen in der Feldwirtschaft und im landtechnischen Bereich zu informieren. Die Schäfer des Krosigker Betriebes bereicherten darüber hinaus die Tierschau der Mitteldeutschen Agrarmesse mit Schafen der Rasse Ile de France. „Wir haben im Rahmen der Rassedemonstration einen selbst gezogenen dreijährigen Bock und drei weibliche Jährlinge aufgetrieben“, erzählt Schäfermeister Christian Winz.

 

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