• 2012
  • 18.10.
  • 2012.18.10.

Zweiter Schnitt vom Energiegras

Der goldene Oktober macht dieser Tage seinem Namen alle Ehre. Bei angenehmen Temperaturen und reichlich Sonnenschein werden die restlichen Kulturen vom Feld geholt: Körnermais (50 ha), Wiesengras (160 ha) und Ackergras (40 ha) sowie Zwischenfrüchte (20 ha). Zugleich erfolgt der zweite Schnitt vom Ungarischen Energiegras.

Peter Kaim ist sichtlich zufrieden mit der Kultur, die er in diesem Jahr erstmals auf fünf Hektar angebaut hat. Das Energiegras, das im Juli gehäckselt wurde, hat wieder eine stattliche Höhe von 1,65 cm und mehr erreicht. „Ich werde es in den nächsten Tagen auf seine Energieausbeute untersuchen lassen“, berichtet er. Dann werde sich zeigen, ob es die Werte vom Silomais erreicht oder gar noch übertrifft. Während Ronny Kolodzik vom Prignitzer Lohnunternehmen den Häcksler über die nördlich von Ribbeck gelegene Fläche steuert, fahren Gero Hübner und Dieter Langner das frische Erntegut gleich zum Silo.

Indessen macht Peter Kaim einen Abstecher zu der rund 7 ha großen Fläche, die mit Zwischenfrüchten bestellt wurden. Diese sind ebenfalls für die Biogasanlage vorgesehen. Es handelt sich um ein Gemisch aus Sonnenblumen, Phacelia, Klee, grobkörnigen Leguminosen und Hafer, aber auch Welschem Weidelgras und dem hierzulande eher unbekannten Mungo. Durch die Flach- und Tiefwurzler wird der unterschiedliche Bodenhorizont optimal ausgenutzt, erklärt der Ribbecker Landwirt. „Wenn die Fläche abgeerntet ist, wächst das Gras weiter und sorgt so für die Winterbegrünung.“ Die Mischung hat Kaim von der DSV Saatenveredlung in Bückwitz gekauft, aus Kostengründen aber Erbsen- und Wickensamen aus eigenem Anbau zugefügt. Angeblich verbrauche der Anbau von Zwischenfrüchten ja viel Wasser. „Aber der Boden ist noch gut durchfeuchtet“, sagt Kaim und demonstriert das. Beim Bestellen hatte er auf Bodenbearbeitung verzichtet und die Mischung mit der Scheibendrillmaschine in die Gerstenstoppeln eingedrillt.  Der Landwirt schwört auf den Anbau von Zwischenfrüchten und den Einsatz von Untersaaten. „Es werden Nährstoffe fixiert, wenn wir beispielsweise Futterroggen nach Raps drillen.“ Als vorteilhaft erweist sich auch, dass auf dem Getreideschlag an der B 5 südlich von Ribbeck Ackergras untergesät wurde. „Der Boden weist ein gutes Krümelgefüge auf.“ Das stellt die wahllos entnommene Probe unter Beweis. „Durch das Gras haben die Regenwürmer ordentlich was zum Futtern, und auch der Nachschub für die Biogasanlage ist gesichert!“  

 

 

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