• 2013
  • 13.12.
  • 2013.13.12.

„Xaver“ deckte Dach ab

Fotos: W.Herklotz

Nahezu komplett abgedeckt und weggeweht wurde das Dach vom Wirtschaftsgebäude.

Bildgalerie: "Xaver" decke Dach ab

Im Gebäude waren 110 Tonnen Körnermais sowie 20 Bigbags mit Saatgut beziehungsweise Dünger gelagert. Sie mussten geborgen und zwischengelagert werden, um sie vor  Feuchtigkeit und Verderb zu schützen.  „Das hat schon einiges an Zeit und Kraft gekostet“, erklärt Peter Kaim. Ein Gutachter wird jetzt den Schaden aufnehmen, vorsichtshalber wurde schon eine regionale Firma konsultiert, um das Dach ohne großen Zeitverzug reparieren zu lassen. Die Kosten allein dafür werden sich voraussichtlich auf 27 000 Euro belaufen.

Gegen Naturgewalten lässt sich kaum etwas tun, gegen kriminelle Energie sehr wohl. Weil schon mehrmals Langfinger den Havellandhof heimgesucht hatten, entschlossen sich die Ribbecker nun, ihre Technik mit sogenannter künstlicher DNA zu sichern. Dabei handelt es sich um eine spezielle Markierungsflüssigkeit, die einen einmaligen Eigentumscode enthält. Diese wird aufgetupft oder gesprüht und lässt sich jederzeit  zuordnen. Damit werden gewissermaßen Täter und Tatort verbunden. Den Markierungs-Kit einschließlich der am Hoftor anzubringenden Schilder  bezogen die Landwirte über das Cottbuser Vertriebsbüro  eines im baden-württembergischen Schriesheim ansässigen Unternehmens.

Inzwischen ist die gesamte Bestell- und Erntetechnik an jeweils 20 verschiedenen Stellen markiert die Bordcomputer sind es ebenso. Das Ganze war nicht billig, ein Kit kostet immerhin 1 100 Euro. „Aber wir sind sicher, dass das eine sinnvolle Investition ist“, meint Peter Kaim. Denn wie die bisherige Praxis zeigt, schrecken Diebe vor derart markierter Technik zurück.
In dieser Woche gab es noch einen weiteren wichtigen Termin: den „Betreiberstammtisch Biogas“ im Schloss Ribbeck. Dazu eingeladen hatten der Fachverband  Biogas und der Landesbauernverband. Auf dem Programm standen verschiedene Vorträge, so zur Anlage von Blühstreifen  und zum Zweifruchtanbau von Roggen und Wicke als Biogassubstrat. Zugleich bot sich die Möglichkeit, Informationen und Erfahrungen auszutauschen.  Für Peter Kaim  eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Betreibern  von Biogasanlagen zu verständigen und neue Ziele anzupeilen.

Seit März vergangenen Jahres nutzt er bereits die über einen Leipziger Stromhändler angebotene Managementprämie. Sie sichert einen Bonus von 0,15 Cent je Kilowattstunde zu, wenn rechtzeitig ein mehr als vierstündiger Ausfall der Biogasanlage, beispielsweise durch Wartungsarbeiten, angezeigt wird. In Aussicht steht nun eine sogenannte Flexibilitätsprämie.   Diese kann bis zu 20 000 Euro betragen  und gibt dem Stromabnehmer die Möglichkeit,  eigenständig den Bedarf des Stromnetzes zu regeln. Dafür sind jedoch noch technische Voraussetzungen zu schaffen. „Auf jeden Fall eine interessante Option, die ich in den nächsten Tagen und Wochen prüfen werde“, so Peter Kaim.

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr