• 2014
  • 31.01.
  • 2014.31.01.

Willkommener Schutz und leere Hallen

© Marcus Gansewig

Eingespieltes Werkstattteam: Gero Hübner (links) und Olaf Möhring gemeinsam mit Peter Kaim

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Nach den frühlingshaften Temperaturen zu Beginn des Jahres hat der Winter nun auch wieder vom Havelland Besitz ergriffen – zur Freude von Peter Kaim. „Ich bin sehr zufrieden mit der Schneedecke. Auch wenn sie noch nicht so dick ist, schützt die Schicht doch schon vor Auswinterung.“

Tatsächlich reichten die knapp fünf Zentimeter der weißen Pracht zwar aus, um beispielsweise das Tulpenfeld nahe der B5 komplett zuzudecken und damit vor dem ärgsten Frost zu schützen, die gut zwölf Zentimeter langen Halme des Futterroggens indes können sie nicht verstecken. Grün schimmert das Feld aus der Ferne. „Aber das ist okay. Das Herz der Pflanze ist damit schon geschützt“, macht sich der Ribbecker derzeit keine Sorgen um seine künftige Getreideernte.

Von den letzten Resten der vergangenen hat er sich in dieser Woche getrennt. „25 Tonnen haben wir jetzt noch einmal verkauft. Jetzt ist die Lagerhalle leer.“ Kurz nach der Ernte war sie mit 415 Tonnen prallgefüllt, nach und nach wurde es immer weniger. Manchmal sogar schneller als Kaim glaubte. „Im November wollten wir 150 Tonnen Gerste verkaufen. Es waren aber nur noch 135 Tonnen da.“ Die nahm der Händler und forderte zudem noch eine Ersatzlieferung über 15 Tonnen. Was tun? „In gegenseitigem Einvernehmen habe ich ihm dann nach 15 Tonnen Roggen verkauft.“ Der Händler war es zufrieden und Kaim ein Stück vorsichtiger. „Jetzt bestelle ich lieber noch mal einen Lkw nach, bevor es noch einmal dazu kommt, dass zu wenig Getreide da ist.“

Bestellen mussten die Ribbecker vom Havellandhof am Mittwoch auch ein neues Ersatzteil für den Stalldungstreuer. Der machte Probleme, die die Mitarbeiter Olaf Möhring und Gero Hübner zwar schnell ausmachten, die sie aber ohne neue Teile nicht beheben konnten. „Eigentlich wollten wir die derzeit bessere Fahrfestigkeit des Bodens ausnutzen und noch einige feste Gärreste ausbringen“, erklärt Peter Kaim. Das muss nun noch etwas warten.

Viel schneller erledigt waren hingegen die Schwierigkeiten, die Kaim und Norbert Sommer am bisher kältesten Wochenende des Jahres hatten. „Bei minus 17 Grad Celsius haben wir um vier Uhr mit der Stallarbeit begonnen. Das hat diesmal ein wenig länger gedauert, weil ein Platz im Melkstand eingefroren war und der Traktor für die Futterarbeit nicht anspringen wollte.“ Doch geschickte Hände und ein überbrückter Motor schafften schnell Abhilfe.

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