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  • 15.11.
  • 2013.15.11.

Wiesen unter Wasser

Überflutetes Grünland © Fotos Wolfgang Herklotz

Bildgalerie: Wiesen unter Wasser


Das possierliche Nagetier hat in den letzten Tagen ganze Arbeit geleistet und unter einem Brückendurchlass Berge von Zweigen verbaut, sodass sich der sogenannte Schwanellgraben anstaute. Mittlerweile sind nahezu 70 Hektar des vom Havellandhof bewirtschafteten Grünlands betroffen, von denen rund 15 Hektar komplett geflutet sind. „Wenn das Wasser ein paar Tage steht, können die Gräser das verkraften. Aber nicht, wenn das länger anhält“, meint Peter Kaim. Bei allem Respekt für den unter Schutz stehenden Biber muss eine Lösung gefunden werden, um ein Verfaulen der Grasnarbe zu verhindern. Deshalb will der Landwirt das weitere Vorgehen mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie dem Wasser- und Bodenverband beraten. Der Abfluss des Grabens muss weiterhin funktionieren, zumal dieser als Vorfluter  für mehrere Gemarkungen dient.

 

Ausstieg aus Förderprogramm

Seit 18 Jahren wird das Grünland des Havellandhofes im Rahmen der Kulap-Richtlinie Brandenburgs extensiv genutzt.  Durch die Übergangsregelung stehen Prämiengelder auch für 2014 in Aussicht. Doch die Ribbecker haben sich entschlossen, aus dem Förderprogramm auszusteigen. Gerade auf den Luchböden erweist es sich als nötig, die Grasbestände nachzusäen oder gar neu anzulegen, weil der Aufwuchs hinsichtlich Qualität und Menge immer mehr zu wünschen übrig lässt. Dem steht jedoch ein hoher  Aufwand durch das Mähen, Schwaden und Abfahren gegenüber.

 

Leistungsfähige Grasmischungen für effektive Bewirtschaftung

Heutzutage gibt es sehr leistungsfähige Grasmischungen, die eine effektive Bewirtschaftung des Grünlands ermöglichen, versichert Kaim.  „Ich denke, dass wir im kommenden Jahr etwa ein Viertel unseres Grünlands umbrechen und abwechselnd nutzen werden, um Ackerfrüchte beziehungsweise Gräser anzubauen.“  Selbstverständlich werde er dies rechtzeitig anzeigen, wenn es so weit sei.Das sonnige, für die Jahreszeit noch sehr milde Wetter nutzen die Ribbecker Landwirte an diesem Tag, um Gärsubstrate auf dem Grünland auszubringen. Denn schon am Tag darauf gilt die Sperrfrist für Gülle. Zudem werden Untersaaten  mit Deutschem Weidelgras auf dem Winterroggenschlag an der B5 zwischen Ribbeck und Berge angelegt.

 

Für den Tag darauf plant das Team  nahezu komplett einen Betriebsausflug. Die Reise geht nach Hannover auf die Agritechnica. 

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