• 2012
  • 19.04.
  • 2012.19.04.

Untersaat als Sechser im Lotto?

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 Umsichtig steuert Robert Jäkel die sechs Meter breite, mit Scheibenscharen ausgestattete Drillmaschine über den Winterweizenschlag. Pro Hektar werden zwölf Kilogramm Welsches Weidelgras eingedrillt. Seit vier Jahren setzt Peter Kaim auf Untersaaten, weil damit der Wind- und Wassererosion vorgebeugt werden kann.  „Außerdem tragen die Gräser langfristig zum Aufbau organischer Masse bei und sorgen für eine positive Humusbilanz“, erklärt der Landwirt. Überdies handele es sich um eine Art „Nährstoffrecycling“. Wenn das Getreide abreife, beginne die Untersaat die Nährstoffe zu binden.  Die Bodenbearbeitung nach der Ernte entfalle, das System sei geschlossen. Doch eine funktionierende Untersaat hinzubekommen ist nicht so einfach. „Man sagt, das ist wie ein Sechser im Lotto“, meint Peter Kaim und schmunzelt. „Aber so eine hohe Kunst ist es nun auch wieder nicht.“ Die Untersaat zum richtigen Zeitpunkt auszubringen sei unproblematischer als die Aussaat von Zwischenfrüchten im Sommer, weil dann oftmals große Trockenheit herrsche. 

Bereits im Herbst war auf rund 80 ha Winterroggen Rotschwingel eingedrillt worden. Neben dem Welschen Weidelgras wird nun auch noch Einjähriges Deutsches Weidelgras auf insgesamt 90 ha Winterweizen und –gerste eingesät. Es dient als Gründüngung, während das Welsche Weidelgras dann den Rindern vorgelegt wird. „Und unsere Blechkuh, die Biogasanlage, versorgen wir auch damit“, so Peter Kaim.    

 

 

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