• 2012
  • 04.10.
  • 2012.04.10.

Trocknung läuft auf Hochtouren

Die Lagerhalle neben der Milchviehanlage ist ordentlich gefüllt. Hier liegen Dutzende Tonnen Körnermais und Lupinen. Die Partien sind für den Verkauf, aber auch für den Einsatz im Betrieb bestimmt. In jedem Falle weisen sie eine gute  Lagerfähigkeit auf, da sie in der hofeigenen Anlage getrocknet wurden.

Peter Kaim nimmt eine Probe der Lupinen, die die Havelländer Landwirte von einem Berufskollegen aus Hoppenrade zugekauft haben, im Umfang von immerhin 80 Tonnen.  Denn die wertvolle Futterpflanze soll von nun an das wesentlich teurere Sojaschrot ersetzen.  „Zwei Drittel vom Eiweiß, mit dem wir unser Milchvieh versorgen, werden wir nun damit abdecken.“ Auch ein Teil des nebenan lagernden Körnermaises wird im Betrieb verwendet, der weitaus größere jedoch an den Landhandel sowie private Abnehmer verkauft. Erträge und Qualität stimmen zuversichtlich. Nach der Trocknung stehen zwischen 70 und 75 dt/ha zu Buche. Zwischen 24 und 36 Stunden beträgt die Trocknungszeit. „Wir sind aber noch dabei, Erfahrungen zu sammeln, um den optimalen Feuchtegehalt zu erreichen.“ Der liegt bei 14 bis 15 %, bislang wiesen die getrockneten Partien aber 11 bis 12 % auf. Dies bedeutet einen Verlust von Trockenmasse, der jedoch durch die Gratisabwärme der Biogasanlage wieder kompensiert wird. Wie eine eigens gezogene Probe bestätigt, hat der Körnermais im hintersten der drei Trocknungscontainer bereits einen Feuchtegehalt von 10,9 % erreicht. Höchste Zeit also, ihn zu leeren. „Den richtigen Zeitpunkt zu erwischen ist das Eine“, verrät Peter Kaim, „ein regelmäßiges Durchmischen des Trockengutes das Andere.“ Mit einem Spaten sorgt der Landwirt dafür, dass die unteren Partien vor allem im Randbereich nach oben gelangen und ein gleichmäßiges Abtrocknen erfolgt.

Kurzer Stopp am Silo, das Mitte 2010 gemeinsam mit der Biogasanlage in Betrieb ging und nun Anlass für Ärger bietet. Kaim zeigt auf Stellen der Trennwände, die ungewöhnliche Verschleißspuren aufweisen. Trotz mehrfachen Schutzanstriches ist die Oberfläche des Betons angegriffen. „Wenn das so weitergeht, kommt die Bewehrung zum Vorschein, und spätestens dann haben wir ein Riesenproblem.“ Kaim wird dies bei der Heilbronner Firma reklamieren, die die Siloanlage errichtet hat.

Weiter geht es in Richtung Ribbecker Wald. Hier wird auf etwa 3 km Länge ein Weg errichtet, den künftig bis zu 40 t schwere Technik befahren kann. Ein spezielles Programm zur Vorbeugung von Bränden sichert die 100%-ige Förderung, allerdings musste Antragsteller Peter Kaim das Vorhaben auch vorfinanzieren. „Die Sanierung des öffentlichen Weges sorgt für einen schnelleren Einsatz der Feuerwehr, erleichtert uns aber auch die Zufahrt zu unseren Flächen.“ Auf denen längst der Winterraps im Boden ist, und auf einem weiteren, ehemaligem Maisschlag die Wintergerste. Im Frühjahr, berichtet Peter Kaim, erfolgt hier die Grasuntersaat.        

 

 

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