• 2013
  • 16.05.
  • 2013.16.05.

Sudangras, Soja, Futterroggen

Die Direktsaatmaschine Seed Hawk bringt Sudangras aus.

Bildgalerie: Sudangras, Soja, Futterroggen


Die Regenschauer zu Himmelfahrt, das nahezu sommerliche Wetter nach den Eisheiligen haben den Kulturen rund um Ribbeck einen kräftigen Schub gegeben. Der erste Grünlandschnitt ist mittlerweile im Silo, ebenso Futterroggen. „Jetzt geht es richtig rund“, freut sich Peter Kaim.


Direktsaatmaschine im Einsatz

Auf der leicht hügeligen Fläche zwischen Ribbeck und Berge, „Mösers Berg“ genannt, ist die Direktsaatmaschine Seed Hawk im Einsatz. Sie bringt Sudangras aus, 45 Pflanzen je Quadratmeter. Robert Jäkel steuert die Technik, die ihm vor drei Jahren anvertraut wurde. Eine richtige Entscheidung, so Kaim, denn Robert habe das richtige Gespür für den Einsatz dieser modernen Technik, die gleichzeitig drillen und düngen kann.


Gärsubstrat für Futterroggen

Auf dem am Vortage gehäckselten Schlag mit Futterroggen wurde nun Gärsubstrat ausgebracht und mit dem Saatgut eine Unterfußdüngung. 60 kg Diamonphosphat pro Hektar, erläutert der Ribbecker Landwirt. Gemeinsam mit Robert Jäkel prüft er die Tiefe und den Abstand der Saat, zeigt sich zufrieden.


Sudangras wird knapp

Allerdings stellt sich heraus, dass das Sudangras knapp wird. Für etwa einen halben Hektar muss neues Saatgut geordert werden. Aber wo kriegt man das so schnell her? Peter Kaim weiß Rat, ruft einen Berufskollegen im benachbarten Hertefeld an. Ob der mit ein, zwei Säcken aushelfen kann? Der kann. Beruhigt setzt Kaim seine Kontrollfahrt fort, inspiziert nun die knapp zwei Kilometer entfernte Fläche, auf der Mitte vergangener Woche erstmals Soja gedrillt wurde.


Soja-Aussaat mit Unterfußdüngung

Um den Start zu erleichtern, wurde angeimpftes Saatgut verwendet. „Denn im Boden fehlen naturgemäß die entsprechenden Bakterien, um die Sojapflanze in Schwung zu bringen“, erläutert Kaim. Die Aussaat erfolgte hier ebenso parallel mit einer Unterfußdüngung. Je Hektar wurden 0,7 kg Sencor WG und 1 l flüssiges Kupfer ausgebracht: im gleichen Arbeitsgang erfolgte die Glyphosatbehandlung (3l/ha). Jetzt, nach gut einer Woche, sind schon die ersten Ansätze der Sojabohnen zu sehen. Auf 5,6 ha soll diese eiweißreiche Futterpflanze wachsen. „Ich bin gespannt, ob das Konzept aufgeht“, meint Peter Kaim.


Besuch auf der BraLa

Obwohl es dieser Tage sehr viel zu tun gibt, war der Ribbecker selbstverständlich auf Brandenburgs Landwirtschaftsausstellung BraLa. Die fand  am vergangenen Wochenende im nur wenige Kilometer entfernten Paaren statt. Das Innovationsnetzwerk Klimaanpassung Berlin-Brandenburg INKA BB bot an allen Tagen Vorträge an. Ein Thema war der Anbau von Zwischenfrüchten und der Einsatz von Untersaaten, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen und die Erosionsgefahr zu mindern. Keine Frage, wer da gebeten wurde, seine Erfahrungen darzulegen ...

Und nicht zu vergessen – in dieser Woche war der jährliche Agrar-Förderantrag beim Amt für Landwirtschaft einzureichen.

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