• 2014
  • 27.02.
  • 2014.27.02.

Stickstoffgabe ganz nach Bedarf

© Wolfgang Herklotz

Düngerstreuer in Aktion

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Bevor sich die Landwirte vom Havellandhof an die in diesem Jahr sehr frühe Stickstoffdüngung machten, wurden schlagweise Proben gezogen. Die Nmin-Bilanz fiel positiv, wenn auch unterschiedlich aus. Auf den mineralischen Böden lagen die Werte niedriger (20 kg/N je Hektar), auf den Luchböden deutlich höher (45 kg/ha). „Es bestätigt sich mal wieder, dass die humosen Böden stärker Stickstoff halten und nachliefern“, betont Peter Kaim. Deshalb fallen die Düngergaben differenziert aus. Der Streuer ist so eingestellt, dass auf den mineralischen Flächen 60 kg N pro Hektar ausgebracht werden und auf den Luchböden lediglich 40 kg/ha. Wenn das freundliche Wetter anhält, dürfte die erste Stickstoffgabe für Winterraps und –getreide auf insgesamt 300 ha am 28. Februar abgeschlossen sein.

In Sichtweite ist auch das Finale für die Landschaftspflege. Bis Ende Februar dürfen die Hecken an den Wirtschaftswegen beschnitten werden, das ist mittlerweile auf einer Länge von 1,8 km geschehen.  Verzug gibt es lediglich durch den technischen Ausfall bei der Dienstleistungsfirma Arndt aus Börnicke, die die angehäuften Äste und Zweige an Ort und Stelle schreddert. Kaim hat die Untere Naturschutzbehörde informiert, dass die Arbeiten etwas später erfolgen, ohne jedoch Baumbrüter zu stören.

Am Donnerstag hatte der Ribbecker Landwirt einen wichtigen Termin bei einem Notar in Berlin. Dort wurde die schon seit Längerem geplante Umwandlung des Unternehmens Kaim Agrar-Service  in eine GmbH & Co. KG beurkundet, um dann im Handelsregister eingetragen zu werden. Die neue Rechtsform gilt acht Monate rückwirkend, also seit dem 1. Juli 2013. Peter Kaim hatte sich zu diesem Schritt entschlossen, um das mit dem Betrieb der Biogasanlage verbundene, beträchtliche Haftungsrisiko zu minimieren. „Zugleich besteht die Option, unsre Kinder später mal  als Kommanditisten aufzunehmen“, berichtet er und versichert: „Nach außen verändert sich dadurch aber nichts. Die Verträge beispielsweise mit dem Havellandhof, den Fernwärmekunden und der finanzierenden Bank  gelten weiter.“   

Wolfgang Herklotz 

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