• 2012
  • 25.10.
  • 2012.25.10.

Stalldach geht es an den Kragen

Baulärm auf dem Hofgelände. Dem ehemaligen  Bullenstall, in den 50er Jahren errichtet, geht es an den Kragen sprich: ans  Dach.

Denn abgerissen wird nur die marode Dachhaut. Hartmut Siebert fährt den Ausleger des Teleskopladers in die Höhe, damit Valentin Frerichs die maroden Teile abbauen kann. Azubi Jan-Ole sammelt die Reste auf und fährt sie weg, um Baufreiheit für die Dachdeckerfirma zu schaffen. Diese wird Ende des Monats neue Pfetten und Trapezbleche montieren. „Die hölzernen Dachbinder sind noch in Ordnung, wir haben sie von Fachleuten untersuchen und die Statik neu berechnen lassen“, erklärt  Peter Kaim. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, wird der Stall wieder als Winterquartier für die Jungrinder genutzt. Langfristig ist geplant, die rund 720 Quadratmeter große Dachfläche mit Solarzellen zu bestücken, so der Ribbecker Landwirt. „Aber das ist im Moment noch Zukunftsmusik.“  

Zur gleichen Zeit ist Robert Jäkel auf dem Acker unterwegs, um Grunddünger auszubringen, während Olaf Möhring die letzten Herbizidbehandlungen im Getreide vornimmt. Dieter Langner bereitet die Maschinen für die Winterpause vor, reinigt und schmiert sie, führt kleine Reparaturen aus.   

Nach einer kurzen Visite auf dem Hof fährt Peter Kaim nach Berlin. Er nimmt an einem Workshop in Berlin teil, bei dem es um die Klimaauswirkungen in der Landwirtschaft geht. Das dort ansässige Institut ecologic stellt einen Klimarechner vor, der auf Praxistauglichkeit geprüft werden soll. Deshalb sind mehrere Landwirte eingeladen, um ihr Urteil abzugeben. Leider ist nur etwa die Hälfte erschienen, was Peter Kaim ärgerlich findet. „Das Thema ist doch für uns alle so wichtig.“  Der Rechner soll in allen EU-Ländern zum Einsatz kommen. Dafür ist er entsprechend allgemein aufgebaut, findet der Ribbecker. „Aber man kann sehr gut ablesen, wie es um die Kohlendioxidbilanz im eigenen Betrieb steht.“

Am nächsten Morgen soll dann eine weitere Baumaßnahme offiziell abgeschlossen werden: der Bau des rund  3 km langen Waldweges von Ribbeck nach Groß Behnitz.  Wie bereits berichtet, hatte Peter Kaim diese Fördermaßnahme beantragt und vorfinanziert. Nun muss nur noch die mit dem Bau beauftragte Firma aus Schönefeld den Weg abnehmen lassen und für das erforderliche Messprotokoll sorgen. Aber auch die Forstbehörde muss ihren Segen dazu geben. Peter Kaim: „Ich bin gespannt, ob alles in Ordnung geht.“

 

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