• 2013
  • 25.04.
  • 2013.25.04.

Sehen, staunen, helfen

Zukunftstag in Brandenburg: Landesweit sind junge Leute unterwegs, um sich über berufliche Perspektiven zu informieren. Der Havellandhof gehört selbstverständlich mit zu den Gastgebern.

Die jungen Besucher kommen von der Kyritzer Carl-Diercke-Oberschule. Begleitet werden sie von der Pädagogin Maresa Marzahn. Angemeldet hatten sich sechs Schülerinnen und Schüler, gekommen sind drei. Die aber zeigen um so mehr Interesse an den Arbeiten auf dem Hof, insbesondere an den Abläufen in der Biogasanlage, die Peter Kaim geduldig erklärt. Wofür steht die Abkürzung BHKW? Was ist ein Fermenter, was ein Gärsubstrat? Für Celine, Julian und Nils, ja selbst für Maresa, die Pädagogin,  waren das bisher Fremdwörter. Übereinstimmendes Urteil: „Höchste Zeit, so eine Anlage mal von innen zu sehen.“ Richtig spannend vor allem für Nils Berndt wird es, als eine Störung an der Anlage angezeigt wird. Ein Feldstein ist mit dem Stallmist in den Mischer geraten, blockiert nun die Förderschnecke. Aufmerksam verfolgt der junge Mann, wie  Peter Kaim per Smart-Phone die Schnecke vorwärts- und rückwärts dirigiert, bis der Brocken endlich ans Tageslicht kommt. Nils nimmt ihn und darf die Revisionsklappe wieder schließen. Selbst Hand anzulegen macht ihm sichtlich Spaß. Das zeigt sich auch wenig später bei der Stippvisite auf dem Acker bei Retzow. Hier sind Jan-Ole und Robert Jäkel gerade dabei, einen Schlag zu grubbern. Doch das Gerät  ist nicht richtig eingestellt, muss nachjustiert werden. Ohne Aufforderung greift Nils mit zu, hantiert mit dem  Schraubenschlüssel . Im August beginnt er seine Ausbildung als Fachkraft für Agrarservice. „Ich habe während der Ferien schon mal in einem Landwirtschaftsbetrieb gearbeitet, durfte sogar selber grubbern“, berichtet er. 

An diesem Tag besichtigen die Kyritzer Oberschüler noch eine Grasvermehrungsfläche. Zuvor gab es einen Schnellkurs in Sachen Milchproduktion und Kälberaufzucht. Für Peter Kaim und sein Team war der Besuch mit einigem Aufwand verbunden, den die Ribbecker aber gern in Kauf nahmen. „Wir hoffen, dass die jungen Leute einiges an Informationen mitnehmen konnten und nun vielleicht ein besseres Bild von der Landwirtschaft haben. Und wir so vielleicht einen guten Lehrling beziehungsweise Facharbeiter für die Zukunft finden“, so Kaim.

Die Arbeiten auf dem Havellandhof sind in den letzten Tagen gut vorangekommen, berichtet er. Nachdem die Wiesen geschleppt und gewalzt sind, laufen nun die Vorbereitungen für die Maisaussaat. Diese soll Anfang nächster Woche beginnen.

 

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