• 2013
  • 21.03.
  • 2013.21.03.

Schlafheu für den Marienhof

Vor einem Jahr waren zu diesem Zeitpunkt rund um Ribbeck bereits Schleppe und Wiesenwalze im Einsatz, um Luft in die Bestände zu bringen. Das ist derzeit undenkbar, weil die Äcker und Wiesen immer noch mit einer stattlichen Schneedecke überzogen sind. Deshalb stehen ganz andere Arbeiten an.

Am Morgen ging bei Peter  Kaim ein Hilferuf aus dem knapp zwei Kilometer entfernten Marienhof ein. Steffi Focke, die Inhaberin des dort ansässigen Kinderbauernhofes, teilte mit, dass durch die nächtlichen Schneefälle die Zufahrt unpassierbar geworden ist.  „Der Winterdienst fühlt sich dafür nicht zuständig, es ist einfach unglaublich!“ Was zur Folge hat, dass nicht nur Besucher des Marienhofes wieder umkehren müssen.  Auch der mobile Pflegedienst  von Nauen, der sich sonst um den bettlägerigen Vater von Steffi  Focke kümmert, bleibt dann fern. Zweifellos ist es schon bei Minusgraden und weniger Schnee ein großes Risiko, den engen, von einem Wassergraben dicht gesäumten  Weg zu befahren. Eine für Anlieger absolut unbefriedigende Situation. Doch an diesem Morgen fährt Peter Kaim kurzerhand mit dem Schlepper los, um die Zufahrt zu räumen. Nach einer Stunde ist es vollbracht, kurze Zeit später bringt Robert Jäkel noch einen Heuballen vorbei. Der wird gebraucht, weil die für das Osterfest angemeldeten jungen Gäste  eigens im Heu übernachten wollen. Jenes duftet aromatisch, weil es auf dem Havellandhof trocken gepresst wurde und einen bestimmten Anteil an Klee und Kräutern, darunter Schafgarbe, enthält. „Die Qualität ist 1a“, befindet Steffi Focke, nachdem sie eine Probe entnommen hat.  Seit Jahren schon gibt es  eine enge Zusammenarbeit mit dem Havellandhof, berichtet sie.  Der Betrieb kümmert sich nicht nur um die Besucherattraktion des Marienhofes, das Maislabyrinth, sondern auch um das Futter für die Vierbeiner.  „Es ist ein Glücksfall, solch hilfsbereite Landwirte in der Nachbarschaft  zu haben.“

Dass trotz Frühlingsbeginns an die üblichen Bestellarbeiten noch nicht zu denken ist, sieht Peter Kaim ziemlich gelassen. „Wir haben ja die milde Witterung davor genutzt, um die Flächen schon anzudüngen.  Die Wintersaaten werden  vom Schnee geschützt, und wenn der wegtaut, sind die Nährstoffe sofort verfügbar.“  Sicherlich werde es, sollte sich die winterliche Witterung fortsetzen,  in der Folge zu Arbeitsspitzen kommen.  Dann müssen eben alle mit ran, meint Peter Kaim . „Aber das macht dann garantiert wieder mehr Spaß als nur Schnee zu räumen.

 

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