• 2013
  • 22.08.
  • 2013.22.08.

Saatbett für den Winterraps

Beim Getreide geht es in den Endspurt. Der Roggen ist noch auf  75 Hektar zu dreschen, allerdings als Dienstleistung für benachbarte Betriebe. „Wenn alles klappt,  sind wir am Wochenende damit fertig“, schätzt Peter Kaim ein.

Die Arbeiten auf dem Havellandhof laufen derzeit auf Hochtouren. Denn parallel zur Ernte erfolgt die Bestellung für den Winterraps. Auf 162 Hektar wird er in diesem Jahr wieder angebaut, was ungefähr einem Viertel der Ackerfläche entspricht.  Trotz Zeitdruck achten die Ribbecker auf eine sorgfältige Bestellung, wird doch damit der Grundstock für eine erfolgreiche Ernte im nächsten Jahr gelegt. Zunächst erfolgt der Stoppelsturz, erläutert Peter Kaim. Danach werden Gärreste ausgebracht und mit der Scheibenegge eingearbeitet, diesmal schon etwas tiefer. Zugleich  sorgen die Ribbecker für eine Erhaltungskalkung.  Anschließend kommt der Grubber zum Einsatz, der den Boden 25 Zentimeter tief bearbeitet. Eine Absage an die Direktsaat? „Keinesfalls“, meint Peter Kaim. „Aber nach meiner Erfahrung ist es auf den mineralischen Böden sinnvoller, ein ordentliches Saatbett zu bereiten.“

Gegrubbert wird gegenwärtig rund um die Uhr. In das Zweischicht-System teilen sich Azubi Jan-Ole Groth und Florian Meißner, der erst Anfang August die Ausbildung hier aufgenommen hat. Eine erste Herausforderung, solch ein Tagespensum zu absolvieren, vor allem aber auch ein gehöriges Stück Vertrauen.  Florian weiß das, reagiert aber gelassen.  „Solche Arbeitsspitzen gehören nun einmal dazu.“ 

Für die Rapsaussaat sorgt Robert Jäkel, mittlerweile schon ein „alter Hase“ , der ebenso routiniert wie gewissenhaft mit der Drillmaschine umgeht. Der 22-Jährige  wechselt sich beim Bestellen mit Peter Kaim ab. Gedrillt wird das Saatgut der Hybridrapssorte Genie, das auf die Kommastelle genau in den Boden gebracht wird. 2,75 kg werden je Hektar ausgebracht. Die Saatstärke ist in Abhängigkeit  von der Keimfähigkeit ermittelt worden. Peter Kaim hilft Robert Jäkel, die Drillmaschine zu beschicken, dann kontrolliert er den Grünlandschnitt auf der anderen Seite der B5. Mittels „Würgegriff“ prüft er das Gras, das anschließend siliert und in der Biogasanlage verwertet werden soll.  Es ist kaum noch Feuchtigkeit drin, am Nachmittag kann es abgefahren werden. 

In dieser Woche wurde zugleich auf 32 Hektar eine neue Grassamenvermehrung angelegt. Es handelt sich um Deutsches Weidelgras, das auf dem Havellandhof eine wichtige Rolle spielt, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und zu mehren.

 

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