• 2013
  • 07.03.
  • 2013.07.03.

Saatbett für den Hafer, Futter für das Milchvieh


Frühlingsstimmung auf dem Havellandhof. Während im Bergeraum die Vormischung für die demnächst abkalbenden Kühe bereitet wird, kommt auf dem Schlag Am Puhl zwischen Ribbeck und Berge der Pflug samt Packer zum Einsatz.

Eigentlich sollte auf dieser Fläche, auf der im Vorjahr Weizen und Gras als Untersaat standen, Hafer als Direktsaat in den Boden kommen.  Dieses Verfahren wird seit vielen Jahren praktiziert und hat einen hohen Stellenwert für die Ribbecker. „Aber es ist für uns kein Automatismus. Man muss immer genau abwägen, ob die Bedingungen dafür gegeben sind“, erklärt Peter Kaim. Am Abend davor hatte er sich den rund sechs Hektar großen Schlag noch einmal genau angesehen, dabei viele Mäusenester entdeckt. Aber nicht nur deshalb entschied sich der Landwirt kurzfristig, den Pflug einzusetzen. „Wir brauchen dadurch kein Glyphosat einzusetzen. Außerdem wird dieser leichte, sandige  Boden für die nächsten Jahre wieder gut durchlüftet.“ Auf lehmigen, anmoorigen Böden übernehmen Regenwürmer zuverlässig diese Aufgabe. „Aber auf diesem Standort hier kommt ihnen sprichwörtlich Sand ins Getriebe“, scherzt der Ribbecker.

Robert Jäkel nahm den Auftrag an diesem schon recht frühlingshaften Tag gern entgegen, bereitete sofort die Geräte  für den Einsatz vor. Routiniert rangiert er, bis der mit dem Pflug gekoppelte Packer die richtige Spur gefunden hat. Damit wird der frisch aufgeworfene Boden gleich wieder rückverfestigt, um den kapillaren Wasseranstieg zu sichern, erläutert Peter Kaim. „Andernfalls drohen Jungpflanzen auf diesem Standort schnell zu vertrocknen.“ Die Entscheidung, den Pflug einzusetzen, sei auch angesichts des angekündigten Wetterwechsels zum Wochenende richtig gewesen. „Wenn ein paar Zentimeter Schnee hinzukommen, kann sich der Boden zusätzlich setzen.“

Während Robert Jäkel Furche um Furche zieht, wird auf dem Hof Futter gemischt. Rudolf Kujat von der in Kyritz und Pritzwalk ansässigen Dienstleistungsfirma Baro ist mit der mobilen Mahl- und Mischanlage gekommen. Diese nimmt die einzelnen Komponenten per  Saugschlauch auf, zerkleinert und vermengt sie. Binnen kürzester Zeit werden so vier Tonnen der speziellen Vormischung bereitet.  Sie setzt sich  zu genau festgelegten Teilen aus Melasseschnitzeln sowie Lupinen-, Raps- und Maisschrot  zusammen. Hinzu kommen noch geringe Zusätze an Mineral- sowie Ergänzungsfutter, um die Pansenaktivität anzuregen. Gero Hübner ist bei der Aktion mit im Einsatz und wacht darüber, dass die Dosierung genau eingehalten wird. Der Aufwand für die gezielte Versorgung der vor der Abkalbung stehenden Kühe, meist Gruppen zwischen sechs und zwölf Tieren, ist beträchtlich. Deshalb stellt die Dienstleistung eine durchaus sinnvolle Alternative dar.  „Das Mischfutter reicht  für die nächsten vier Wochen“, so Norbert Sommer.

 

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