• 2014
  • 14.02.
  • 2014.14.02.

Pflegeschnitt und Pflanzenschutz

© Wolfgang Herklotz

Die Weiden zwischen Ribbeck und Marienhof müssen zurückgeschnitten werden.

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Den Antrag hat der Ribbecker Landwirt Anfang der Woche schon abgegeben. Nun geht es darum, vor Ort die Details zu besprechen. Zudem will sich Gabriele Hebenstreit ein eigenes Bild machen, bevor grünes Licht für die Pflege der Landschaftselemente gegeben wird. Es handelt sich um zwei Hecken von 800 beziehungsweise 600 Metern Länge, die von Wildwuchs zu befreien und zurückzuschneiden sind. Geschieht dies nicht, wird das Befahren der unmittelbar vorbeiführenden Wirtschaftswege weiter erschwert oder gar verhindert. Das gilt auch für die zehn Kopfweiden am Weg von Ribbeck zum Marienhof. Einige haben schon so lange Zweige entwickelt, dass die Fahrzeuge ausweichen müssen, was jedoch nur bedingt möglich ist, da die andere Seite des Weges von einem Graben begrenzt wird. Hier muss die Kettensäge ran, demonstriert Peter Kaim. Das überzeugt die Mitarbeiterin der Naturschutzbehörde. Sie stimmt zu, dass auch der Stamm einer sehr alten Weide, die bereits auseinandergebrochen ist, kräftig gestutzt wird. „Sobald die schriftliche Genehmigung vorliegt, machen wir uns an die Arbeit – nicht eher, aber auch nicht später“, versichert der Landwirt.  Denn der Rückschnitt muss bis spätestens Ende Februar erfolgt sein, um Baumbrüter nicht zu  vertreiben.

Am Tag vorher hat Peter Kaim zusammen mit gut zwei Dutzend Berufskollegen aus dem Havelland die Winterschulung des Pflanzenschutzdienstes besucht. Dies ist für alle drei Jahre vorgeschrieben. Beim vierstündigen Kurs ging es um neue rechtliche Bestimmungen, aber auch um Hinweise zum Resistenzmanagement. „Wir achten auf eine ordentliche Fruchtfolge, haben deshalb nur wenig mit Resistenzen gegen Herbizide zu tun“, meint Peter Kaim. „Aber die Empfehlung, nach einer bestimmten Zeit den Wirkstoff zu wechseln, war wertvoll.“ Wichtig auch der Hinweis auf die verschärften Auflagen im Gewässerrandbereich. Ab einer bestimmten Hangneigung ist je nach Mittel künftig ein Schutzstreifen zwischen 5 und 20 Metern einzuhalten, um die Abdrift von Pflanzenschutzmitteln zu verhindern. Die Ribbecker wollen noch mehr als bisher darauf achten.

Die günstige Witterung der letzten Tage wurde genutzt, um bereits den Winterraps zu düngen. Dieser hat schon ein ordentliches Wurzelsystem entwickelt, um den Dünger gut aufnehmen zu können. Dieser Tage sollen Proben gezogen werden, um  den Nmin-Gehalt auf den Getreideflächen zu ermitteln. „Daran machen wir dann schlagbezogen unsere Düngestrategie fest“, erklärt Peter Kaim.

Wolfgang Herklotz   

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