• 2013
  • 02.05.
  • 2013.02.05.

Pflanzenschutz: Die tägliche Feldrunde

Peter Kaim bei der Bestandsvisite im Futterroggen: Bald kann die Kultur gemäht und dann siliert werden.

Bildgalerie: Pflanzenschutz: Die tägliche Feldrunde


Der Mais ist gelegt, die Düngung weitgehend abgeschlossen. Nur die späte Stickstoffgabe für den Weizen steht noch aus. Beim Pflanzenschutz sind die Ribbecker quasi „auf Augenhöhe“, also auf dem Laufenden. Dafür ist nun aber die tägliche Bestandsvisite angesagt.


Futterroggen bereit für die Ernte

Die Feldrunde an diesem Tag beginnt bei einem Futterroggenschlag zwischen Berge und Ribbeck. „Ein altes Sprichwort besagt, dass der Roggen Anfang Mai schon so hoch stehen muss, dass sich eine Krähe darin verstecken kann“, betont Peter Kaim. Der hochgeschossene Futterroggen hier, wo Raps als Vorfrucht stand, gibt das allemal her. Das Ährenschieben hat schon eingesetzt, so dass die Kultur voraussichtlich Anfang nächster Woche gemäht und dann siliert werden kann. Die Arbeiten übernimmt das Lohnunternehmen Karl Ackermann aus Krenzlin bei Fehrbellin.


Vegetation eine Woche im Rückstand

Der zweite Futterroggenschlag auf der anderen Seite der B5 ist noch nicht so weit entwickelt. Der Standort, auf dem im Vorjahr Mais angebaut wurde, hat noch nicht die gewünschte Bodentemperatur erreicht. Aber das sieht der Ribbecker Landwirt gelassen. Insgesamt hat sich der vegetative Rückstand von anfangs drei Wochen dank der warmen Witterung auf mittlerweile eine Woche reduziert. „Die früh gedrillten Wintersaaten, die wir rechtzeitig vorm Schnee andüngen konnten, stehen top!“ Optimal wäre jetzt noch ein wenig Niederschlag. Als positiv bewertet Kaim, dass der Wasser- und Bodenverband inzwischen den Graben entlang des Futterroggenschlags geräumt hat, so dass dieser wieder aufnahmefähig ist. „Das war höchste Zeit!“


Raps kurz vorm Blühen

Kurz vorm Blühen ist der Raps zwischen Ribbeck und Groß Behnitz. Die Fläche wurde rechtzeitig vorm Einsetzen des Bienenfluges behandelt, um weitere Schäden durch Rapsglanzkäfer und Rapsstengelrüssler zu verhindern. Schadinsekten sind an den Blüten der Ölfrucht aber noch auszumachen. In sattem Grün präsentiert sich die Fläche auf der anderen Seite des Weges, wo Gräser vermehrt werden. Die Pflanzen stehen dicht und sind kräftig. Dies trifft auch auf den Bestand mit Hybridroggen kurz vor Selbelang zu, den der Havellandhof als Lohnleistung bewirtschaftet. Vereinzelt sind aber Stellen zu sehen, über die sich Wildschweine hergemacht haben. Ist es sinnvoll, hier noch Wachstumsregler einzusetzen? Peter Kaim entscheidet sich dafür nach kurzer Überlegung. „Damit lässt sich das Risiko der Lagerbildung minimieren.“


Schutz vor Schwarzkitteln

Kurzer Halt am Waldrand, wo der Zaun erneuert wurde, um das angrenzende Rapsfeld vor Schwarzkitteln zu schützen. Damit der Streifen von Unkraut freigehalten werden kann, setzt Azubi Jan-Ole die tragbare Feldspritze ein. Robert Jäkel begleitet ihn, bevor er sich auf den Weg nach Brädikow macht. Der dortige Biobetrieb hat den Havellandhof beauftragt, eine spezielle Mischung aus Steinklee, Kornblume, Senf und Mau (Gelbe Rauke) zu drillen.


Frische Schnittblumen

Letzter Zwischenstopp am Ortsausgang von Ribbeck, wo schon die frühblühenden Tulpen zum Selberschneiden locken. Zu jenen, die das Angebot des Betriebes seit elf Jahren nutzen, gehört Doris Hebbe aus Ribbeck. „Frischer und zu so günstigen Preisen kann man Blumen nicht bekommen“, sagt sie.


Spezieller Pflanzenschutz für den Mais

Zurück auf dem Betriebsgelände, treffen wir Olaf Möhring, der gerade die Spritze mit Vorauflaufherbiziden und flüssigem Dünger betankt hat. Die Mischung ist für den Mais vorgesehen. Durch diesen Einsatz können bis zu 60 Prozent des Unkrautes frühzeitig beseitigt und weitere Spritzmaßnahmen so minimiert werden, informiert Peter Kaim. „Das schont den Mais und die Umwelt.“

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr