• 2013
  • 23.11.
  • 2013.23.11.

Neuen Schlepper im Visier

Neuen Schlepper im Visier © Wolfgang Herklotz

Beim Fachsimpeln: Peter Kaim und Norbert Cornelius.

Um die speziellen Angebote der Firma John Deere kennenzulernen, hat Peter Kaim den  Verkaufsberater Norbert Cornelius von der Niederlassung Zeestow eingeladen. Man kennt sich, geht offen miteinander um. Cornelius, gelernter Landtechniker, ist zugleich Nebenerwerbslandwirt. Er weiß zu gut, was Praktiker erwarten. Seine Offerte ist das aktuelle Ultimate-Modell der 6-er Reihe mit 210 PS. Es kann mit einer integrierten Anlage zur Regelung des Reifendrucks ausgestattet werden und ist sehr bedienerfreundlich, versichert Cornelius. Das trifft unsere Vorstellungen, meint Kaim, will aber noch etwas Bedenkzeit. „Ich werde das Angebot am Wochenende in Ruhe studieren und mit anderen vergleichen.“

Weiteres Angebot zum Favoriten

Vor wenigen Tagen war er mit seinem Team auf der Agritechnica. Dort hatte er sich bereits am Stand der Firma Massey Ferguson Informationen über einen vergleichbaren Schlepper eingeholt. Zur gleichen Zeit waren Olaf Möhring und Gero Hübner in Sachen Kurzscheibenegge unterwegs. Die hatten sich die Ribbecker bislang vom Nachbarbetrieb in Hertefeld ausgeliehen. Der Bedarf wird immer größer, zusätzlich zum Grubber ein Gerät zu haben, mit dem der Boden flach bearbeitet werden kann. Was besonders bei Raps- und Getreidestoppeln sowie Maisstroh sinnvoll ist.  Nach ausführlicher Recherche auf der Messe in Hannover hatten Möhring  und Hübner ihren Favoriten gefunden: eine Kurzscheibenegge von Kverneland mit 6-m-Arbeitsbreite mit eigenem Fahrwerk. Nach ausgiebiger Fachsimpelei im Büro bittet Kaim den Verkaufsberater, auch dazu noch ein Angebot  zu machen. Nächste Woche will man sich dazu verständigen.

Kein Malheur, aber eine Erkenntnis

In dieser Woche sind auf dem Havellandhof  die letzten Untersaaten angelegt worden, die damit einen Umfang von 120 Hektar haben. Azubi Florian hatte die Gelegenheit, seine Qualitäten beim Melken zu entdecken, nachdem eine Mitarbeiterin erkrankt war.  Und Handlungsbedarf gab es auch in der Biogasanlage. Diese wurde seit drei Wochen mit Sudangras beschickt, das erstmals in diesem Jahr, noch dazu gut ausgereift, geerntet werden konnte. Doch das Gärsubstrat erwies sich als zu zäh. Es konnte fast nicht mehr gerührt geschweige denn gepumpt werden. Um das zu ändern, musste  Niederschlagswasser in den Fermenter  eingeleitet werden. Für Peter Kaim kein Malheur, wohl aber eine wertvolle Erkenntnis. „Wir hätten das Sudangras nicht mit 40 Prozent Trockensubstanz, sondern mit sechs, sieben Prozent weniger ernten sollen.“ Da es einen höheren Faseranteil als der Mais hat, nimmt es mehr Wasser auf.  Ein weitere Erkenntnis, die bei der Anbauplanung im nächsten Jahr garantiert Anwendung findet: Die Hirse hat auf leichten Standorten ihre Berechtigung, ist aber keine ernsthafte Alternative zum Mais, wenn es um eine hohe Energieausbeute geht.  

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr