• 2013
  • 18.07.
  • 2013.18.07.

Heu statt Grassilage


Besseres  Wetter zum Heu machen gibt es nicht. Gero Hübner steuert den  Wender zu den Wiesen unweit des Flugplatzes Bienenfarm.  Pünktlich nach dem  15. Juli waren hier die letzten Flächen gemäht worden, gemäß dem mit der Unteren Naturschutzbehörde vereinbarten  Schnittzeitpunkt.

Ursprünglich sollten die Gräser siliert werden. Doch es liegt ausreichend „Futter“ für die Biogasanlage im Silo. Deshalb entschied sich Peter Kaim kurzerhand für die Heuwerbung. „Ich habe zwar noch keinen Käufer dafür, doch das ist nur eine Frage der Zeit. Deshalb werden wir das Heu erst einmal einlagern.“

Am Nachmittag macht sich Olaf Möhring auf den Weg, um die restliche Wintergerste auf fünf Hektar zu dreschen. Danach ist die auf rund 40 ha angebaute Kultur vom Halm. Der Ertrag liegt im Schnitt bei 53 dt/ha, berichtet Peter Kaim. Die Werte differieren zwischen den einzelnen Standorten. Auf den Luchböden liegen sie bei 45 dt/ha, auf den mineralischen Böden dagegen bei 60 dt/ha. Große Erwartungen haben die Ribbecker für die nun anstehende Grasvermehrung. In den nächsten Tagen soll das Deutsche Weidelgras geerntet werden. Die bisherige Entwicklung lässt einen guten Ertrag erwarten, vorausgesetzt  allerdings, dass auch das trockene, hochsommerliche Wetter in den nächsten Tagen mitspielt. Demgegenüber hat der Mais zumindest auf den sandigen Standorten mit der Trockenheit zu kämpfen. Er beginnt bereits die Blätter zu rollen, berichtet Peter Kaim. „Deshalb bin ich sehr gespannt, wie unser Experiment mit dem  Sudangras ausgeht. Es kommt bekanntlich mit deutlich weniger Wasser aus. Unser Bestand auf der Fläche an der B5 zwischen Ribbeck und Berge sieht gegenwärtig bombig aus.“

Einen Wermutstropfen mussten die Ribbecker Landwirte am Freitag vergangener Woche schlucken.  Im Gärbehälter der Biogasanlage hatte sich eine dicke Schwimmschicht gebildet, das Drahtseil eines  Rührwerks war gerissen. Es musste das Dach geöffnet werden, um einen Rührmixer einzusetzen und die äußerst zähflüssige Schicht aufzulösen. Am Sonnabend lief zwar die Anlage wieder, doch die Aktion plus der Ausfall hatte einiges an Kraft, Zeit und Geld gekostet. Die Lehre: „Wenn wir die Anlage vorrangig mit Grassilage, Mist und Futterroggen beschicken, müssen wir intensiver rühren als beim Mais. Denn es müssen größere Mengen umgesetzt werden, um die gewünschte Energieausbeute zu haben“, erklärt Peter Kaim. Eine Konsequenz bestehe auch darin, auf kürzer gehäckseltes  Erntegut vom Futterroggen zu achten.

 

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