• 2012
  • 16.05.
  • 2012.16.05.

Grundfutter geborgen, Roggen geschützt

Milchproduktion ohne Grundfutter in entsprechender Menge und Qualität? „Einfach unvorstellbar, denn das lässt sich auch durchs beste Kraftfutter nicht ersetzen“, versichert Norbert Sommer. Seit Anfang dieser Woche lagert bereits ein Drittel des ersten Grünlandschnittes im Silo, mit Folie und Vogelschutzgitternetz sorgsam abgedeckt.

Am Sonntag waren die ersten 20 Hektar der vorwiegend mit Deutschem Weidelgras und etwas Lieschgras sowie Weißklee bestandenen Flächen abgemäht worden, am Montag weitere zehn Hektar. Zum späten Nachmittag kam dann das Lohnunternehmen Plümecke aus Pessin zum Einsatz, um das Mähgut zu schwaden und zu häckseln. „Der Zeitpunkt war genau richtig, um längere Feldliegezeiten zu vermeiden“, betont Peter Kaim. Weil es vorher etwas zu kühl  war und Niederschläge drohten, hatten die Ribbecker noch eine Weile mit dem ersten Schnitt gezögert. „Mit einem Rohfasergehalt von 24 Prozent liegen wir nun aber im optimalen Bereich.“

Bis eine Stunde vor Mitternacht hatte es am Montag dann gedauert, das Mähgut abzutransportieren und im Silo zu verteilen. Mit dabei war Kaims Sohn Philipp, der in wenigen Tagen 16 Jahre alt wird und gerade die Fahrschule macht. „Er packt schon kräftig mit zu, ich bin stolz auf ihn“, sagt der Vater. Beim ersten Grünlandschnitt halfen neben ihm und den Mitarbeitern Robert Jäkel sowie Gero Hübner auch Hartmut Siebert. Der Neunundfünzigjährige ist eigentlich gelernter Maurer, hat sich aber gut eingefuchst, betont Peter Kaim. „Unser Hofwart kümmert sich zuverlässig  um die verschiedensten Arbeiten.“ Zugleich betreut er Schüler der 9. Klasse, die, von der in Friesack ansässigen Ländlichen Erwachsenenbildung vermittelt, ein Praktikum im Betrieb absolvieren.

Für Anfang nächster Woche ist der erste Grünlandschnitt auch auf den tiefer gelegenen Flächen geplant. Nachdem der Roggen letztmals mit Fungiziden gegen Braunrost behandelt wurde, macht sich Peter Kaim Gedanken auch über die Abschlussdüngung im Getreide. Sie ist jedoch abhängig von der Wasserversorgung, und jene lässt trotz der jüngsten Niederschläge noch zu wünschen übrig. „Von Anfang Februar bis Mitte Mai hatten wir gerade mal 63 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, also weniger als die Hälfte des Üblichen. Deshalb trete ich bei der Düngung auf schwachen Standorten erst mal auf die Bremse“, so Kaim.         

 

 

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