• 2012
  • 11.10.
  • 2012.11.10.

Finale für den Silomais

Endspurt bei der diesjährigen Silomaisernte in Ribbeck: Zügig werden die vom Lohnunternehmen gehäckselten Maispartien abtransportiert, um im Silo verteilt und fest gefahren zu werden. Bis zum Nachmittag soll die letzte Fuhre auf dem Hof sein. Und damit dann 120 ha Silomais unter Dach und Fach besser: Folie.

Peter Kaim ist mit Qualität und Ertrag sehr zufrieden. „Je nach Sorte hat der Silomais einen Trockenmasseertrag zwischen 14 und 19 Tonnen pro Hektar.“ Die Untersuchungen wurden in der Versuchsstation Berge des Instituts für Agrar- und Stadtökologische Projekte  (IASP) vorgenommen. Die Ribbecker Landwirte kooperieren mit dem zur Berliner Humboldt-Uni gehörenden Institut, stellen Flächen für das Projekt Biokohle zur Verfügung. Im Gegenzug wurden Maissortenversuche mit 14 Sorten angelegt und im IASP-Labor analysiert. „Es ist wichtig für uns zu wissen, welche Qualität ins Silo kommt“, so Peter Kaim. „Die müssen wir unbedingt sichern, indem wir den Mais ordentlich festfahren und zudecken.“

Der Ribbecker Landwirt ist an diesem Tag seit vier Uhr morgens im Betrieb. Als Erstes waren die Milchkühe zu versorgen. Darum kümmert sich normalerweise Mitgesellschafter Norbert Sommer, der jedoch einen Herzinfarkt erlitten hatte. Ihm geht es mittlerweile wieder besser, doch die Genesung braucht ihre Zeit. Als Nächstes steht eine Reha-Kur an. In der Zwischenzeit übernahm Robert Jäkel den morgendlichen Einsatz im Milchviehstall. Doch nun trat er den lange geplanten Urlaub an, ebenso wie Azubi Jan-Ole. Valentin drückt dieser Tage die Schulbank, was den personellen Engpass noch verstärkt. „Langeweile kommt da nicht auf“, meint Peter Kaim erstaunlich gelassen und steigt auf den Schlepper. Gemeinsam mit Dieter Langner verdichtet er die von Olaf Möhring und Peter Aigster angelieferten Maispartien auf dem Silo. Praktikant Peter ist heute zum letzten Mal im Einsatz. Der eigentlich schon vor vier Tagen zu Ende sein sollte. Doch da jede Hand auf dem Hof gebraucht wird, musste der junge Mann nicht lange überlegen, ob er noch bis zum Abschluss der Silomaisernte mithilft. Zumal Peter noch ein paar Tage frei hat, bis es dann zum Praktikum nach Neuseeland geht. „Ich habe mich auf dem Havellandhof sehr wohl gefühlt, nehme jede Menge guter Eindrücke mit.“

Das Finale für den Silomais bedeutet aber nicht den Abschluss der Ernte- und Bestellarbeiten in Ribbeck. Es stehen noch 60 ha Körnermais auf dem Feld, zudem sind auf 30 ha Winterroggen, auf 27 ha Futterroggen und auf 20 ha Winterweizen zu drillen. Außerdem gilt es noch einen weiteren Grasschnitt und Zwischenfrüchte zu silieren. „Das Jahr ist noch längst nicht zu Ende“, meint Peter Kaim.             

 

 

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