• 2013
  • 15.08.
  • 2013.15.08.

Finale für den Raps und Erste Hilfe

Raps auf 160 Hektar ist geerntet. Roggen auf 140 Hektar wartet noch.

Staubwolken über der „Ochsenkoppel“ und „Lehmanns Spitze“: Der Mähdrescher ist auf den Rapsschlägen zwischen dem Marienhof und dem Flugplatz Bienenfarm im Einsatz. Es sind die letzten der mit der Ölfrucht bestellten Flächen, die jetzt abgeerntet werden.


Mutterkornbefall im Roggen

Auf rund 160 Hektar haben die Ribbecker in diesem Jahr Raps geborgen. Mit dem Ergebnis ist Peter Peter Kaim zufrieden. „Wir liegen im Schnitt über 40 Dezitonnen pro Hektar bei einem Ölgehalt von 43,3.“ Höhere Erträge stehen beim Roggen mit 65 dt/ha und Weizen mit 62 dt/ha zu Buche. Allerdings schmälern Mutterkornbefall im Roggen und ein geringer Rohproteingehalt des Weizens, der nur noch als Futtergetreide verwendet werden kann, das finanzielle Ergebnis. Dieses wird ohnehin durch die im Vergleich zum Vorjahr stark gesunkenen Preise für Getreide beeinflusst.


Warten auf bessere Getreidepreise

Ein Großteil der Ernteware wird auf dem Hof gelagert, um sie zu einem Zeitpunkt verkaufen zu können, wenn die Preise hoffentlich wieder anziehen. Die Lagermöglichkeiten zu haben ist ebenso ein Vorteil wie die Nutzung der eigenen Trocknungskapazität. Obwohl das Getreide und der Raps in diesem Jahr teilweise mit einer hohen Restfeuchte vom Feld geholt wurden, fielen keinerlei Trocknungsgebühren an.


Kooperation zwischen den Betrieben

Zu dreschen ist in den nächsten Tagen noch der Roggen auf 140 Hektar, der Großteil davon als Dienstleistung für benachbarte Betriebe. „Wir liegen aber gut im Zeitplan, halten unsere Vereinbarung ein.“ Regelmäßig spricht sich der Ribbecker mit seinen Vertragspartnern über die nächsten Arbeiten ab. Wichtig ist Peter Kaim neben dem Austausch auch die Kooperation mit anderen Berufskollegen. So beliefert der Havellandhof den  Betrieb in Hertefeld mit Maissilage, der wiederum Gärsubstrat aus der Biogasanlage zur Verfügung stellt. Denn die Fläche, die nach dem Roggendrusch in wenigen Tagen mit Raps bestellt werden soll, ist von Hertefeld günstiger zu erreichen als von Ribbeck.


Gülle für den Raps

Das Lohnunternehmen Ackermann aus Kerzlin bringt an diesem Tag den Wirtschaftsdünger auf dem Acker aus, den Peter Kaim vor wenigen Wochen von der BVVG gekauft hat. „Sicherlich hätte ich mir Flächen näher am Hof gewünscht, doch der Preis war akzeptabel.“ Kaim schaut zur Mittagszeit nach dem Rechten, versorgt bei der Gelegenheit gleich das Kerzliner Team mit Essen. Nach der Pause pendeln die Güllewagen wieder zwischen Biogasanlage und Feld, wo der Dünger per Schleppschlauch genau dosiert ausgebracht wird. Pro Hektar sind es genau 15 Kubikmeter, berichtet Peter Kaim. „Der Raps ist für eine solche Startgabe sehr dankbar.“


Einsatz mit Scheibenegge

Per Scheibenegge wird der Boden anschließend bearbeitet. Dafür sorgt Katharina Sailer, die seit Anfang August ihr Praktikum auf dem Havellandhof absolviert. Sie war überrascht, schon nach kurzer Zeit mit solchen Arbeiten betraut zu werden. „Wenn man kaum Erfahrungen mit solcher Technik hat, ist der Respekt umso größer.“ Aber Peter Kaim, der schon einige junge Leute bei Praktika betreut hat, ist sich sicher, dass die Agrarstudentin die Herausforderung meistern wird. Er beobachtet sie, gibt ihr dann noch ein paar Tipps zum Umgang mit der Scheibenegge.


Bruchlandung im Roggenfeld

Am vergangenen sorgte eine Hiobsbotschaft für Aufregung: die Bruchlandung eines Kleinflugzeuges im Roggenfeld bei der Bienenfarm. Die Propellermaschine war umgekippt, die Passagieren hatten Glück im Unglück und sich lediglich Prellungen und Schnittverletzungen zugezogen. Die Ribbecker waren sofort zur Stelle, um zu helfen. Sie legten einen Sicherheitsstreifen um die Unglücksstelle an, hievten dann mittels Teleskoplader und Seilwinde das Flugzeug wieder in die Normallage. „Wir sind froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist“, so Peter Kaim.

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr