• 2013
  • 11.07.
  • 2013.11.07.

Ernte: Startschuss für die Wintergerste

Startschuss für die Getreideernte im Havelland: Die Wintergerste geht in Container.

Bildgalerie: Ernte: Startschuss für die Wintergerste


Am Vormittag zogen noch Wolken übers Havelland. Doch gegen Mittag klarte der Himmel auf, so dass die Entscheidung fest stand: Heute geht es in die Wintergerste!


Synergie: Abwärme und Erntegut

Gegen 17 Uhr steuerte Olaf Möhring mit dem Mähdrescher den „Ackerberg“, einen knapp 17 Hektar großen Schlag zwischen dem Betriebsgelände und dem Marienhof, an, um die erste Wintergerste vom Halm zu holen. Wie die Messung ergab, hatte das Getreide einen Feuchtegehalt von 19 Prozent. „Wir haben gewiss nicht den Ehrgeiz, zu den Ersten zu gehören“, versichert Peter Kaim. „Doch können wir die Abwärme unserer Biogasanlage nutzen, um das Erntegut nachzutrocknen.“ Die drei angeschlossenen Container nahmen rund 25 Tonnen Wintergerste auf, die nach rund 36-stündiger  Trocknungszeit dann eingelagert werden. Platz dafür ist vorhanden, da der Havellandhof den vom Hochwasser betroffenen Landwirten in Fischbeck, Sachsen-Anhalt,  240 Ballen Stroh zur Verfügung gestellt hat.


Startschuss für die Getreideernte

Somit ist nicht nur der Startschuss für die diesjährige Getreideernte auf dem Havellandhof vollzogen. Zugleich sind damit bessere Wuchsbedingungen für das Weidelgras gegeben, das als Untersaat auf dem Wintergerstenschlag angelegt wurde. Zwei Tage vorher war bereits das Ungarische Energiegras von 5,7 Hektar geerntet worden. Mit dem Ergebnis ist Peter Kaim mehr als zufrieden. „Pro Hektar stehen 33 Tonnen Frischmasse zu Buche. Bei einem Trockensubstanzgehalt von etwa 33 Prozent sind das rund elf Tonnen Trockenmasse je Hektar – ordentlich Nachschub für die Biogasanlage!“


Gute Ernte: Mehr Ertrag

Die Zwischenzeit hatten die Havelländer Landwirte für Dienstleistungen genutzt. Für den Jugendhof in Berge wurden fast 200 Ballen Heu gepresst, was sich bis in die Nachtstunden hinzog. Zudem transportierten die Ribbecker mehr als 200 Heuballen von Nauen nach Berge zum Schäfereibetrieb von Helmut Biermann. Der Zeitpunkt dafür war günstig, bevor die Getreideernte in ihre „heiße Phase“ geht, so Peter Kaim. „Wir liegen dieses Jahr um vier bis fünf Tage zum Vorjahr zurück, aber immer noch im Zeitplan.“


Fallende Getreidepreise

Genutzt wurde auch die Gelegenheit, den derzeit leerstehenden Bergeraum aufzurüsten. Hartmut Siebert bereitete, unterstützt von den russischen Praktikanten, den Bau einer zweiten Wand vor. Die jetzt verlegten Schalungssteine werden in den nächsten Tagen mit Fertigbeton ausgegossen. Peter Kaim: „Wir rechnen in diesem Jahr mit einer guten Ernte. Angesichts fallender Getreidepreise ist es besonders wichtig, stabile Lagerkapazitäten zu haben.“

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