• 2013
  • 27.09.
  • 2013.27.09.

Endspurt beim Häckseln von Mais und Sudangras

Stapelverdichten

Sorgfältig wird der Stapel verdichtet.

Endspurt beim Häckseln von Mais und Sudangras


Häckselgut für Milchkühe und Biogasanlage

Das vor wenigen Tagen erst auf Vordermann gebrachte Silo an der Biogasanlage ist schon wieder gut gefüllt. Robert Jäkel und die beiden Praktikanten Vladimir Ostin und Vladimir Nikitin sind mit drei Schleppern im Einsatz, um das frisch gehäckselte Sudangras ordentlich zu verdichten. Auch das Silo gleich am Eingang zum Havellandhof  wird mit Häckselgut beschickt. Dieter Langner und Azubi Florian Meißner transportieren zügig den vom Feld beim Marienhof geernteten Mais. Dieser hat den entsprechenden Trockensubstanzgehalt von 36 % erreicht. Peter Kaim presst zum Probetest zwei Kolben aneinander.  „Sie sind trocken, geben kein Wasser mehr ab.“ Auf dem Schlag sind zwei verschiedene Maissorten gedrillt worden. Die eine ist masse-, die andere energiebetont, um die Milchkühe ebenso bedarfsgerecht versorgen zu können wie die Biogasanlage.

 

Verbesserung der Milchproduktion und Milchqualität

Die Milchproduktion auf dem Havellandhof läuft in diesen Tagen „wie geschmiert“, berichtet Norbert Sommer. Die Leistung pro Kuh und Tag liegt zwischen 27 und 28 kg bei 4,08 % Fett und 3,40 % Eiweiß. Für die an das Deutsche Milchkontor gelieferte Milch gibt es derzeit einen Grundpreis von 38 ct/kg, dank guter Inhaltsstoffe beläuft sich der Auszahlungspreis auf 40 ct/kg. Positiv zu Buche schlägt die gesunkene Zellzahl von aktuell 159 000 je Milliliter. Im August lag der Wert noch bei 200 000 Zellen. Norbert Sommer schätzt, dass der deutliche Rückgang auch auf den seit Mai verwendeten Futterzusatz PA-ΩMAGLIT zurückzuführen ist. Das natürliche Tonmaterial sorgt für eine bessere Futterverwertung und Verdauung, unterstützt zugleich das Immunsystem. Pro Tier und Tag werden 10 Gramm dem Futter beigemischt. Ob der Zusatz dauerhaft den gewünschten Effekt bringt, bleibt aber noch abzuwarten, meint Peter Kaim. „Es ist denkbar, dass hier mehrere Faktoren eine Rolle spielen.“ So wurden die milchführenden Schläuche des Melkstands ausgewechselt und auch mehrere Kühe mit hoher Zellzahl gemerzt. „In jedem Falle sind wir froh über dieses Resultat, hoffen auf Beständigkeit“, so Kaim.

 

Musterbeispiel für nachhaltiges Wirtschaften

Der Havellandhof war in dieser Woche Exkursionsziel einer Delegation internationaler Berater, die in Berlin tagten. Im Mittelpunkt stand die private landwirtschaftliche Beratung. Peter Kaim machte die von weither, so aus Ghana und Kolumbien angereisten Gäste mit dem im Betrieb praktizierten Prinzip der Direktsaat und des Zwischenfruchtanbaus vertraut, präsentierte Ergebnisse. Die interessierten Besucher wollten von Kaim wissen, was er von der Beratung erwarte. Seine Antwort: „Gerade für einen Milchviehbetrieb ist eine hochqualifizierte Beratung wichtig, die auf spezielle Fragen wie die leistungsgerechte Fütterung Antworten gibt. Die Beratung muss zugleich bezahlbar und perspektivisch, also nicht nur aufs Tagesgeschäft ausgerichtet sein.“ Weil das nachhaltige Wirtschaften für die Ribbecker einen hohen Stellenwert hat.     

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