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  • 2014.06.02.

Chef im Melkstand

© Wolfgang Herklotz

Norbert Sommer

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Normalerweise teilen sich zwei Kolleginnen die Schichten. Im Schnitt brauchen die Melkerinnen für 125 Kühe dreieinhalb Stunden im Fischgräten-Melkstand mit zweimal acht Plätzen von der Firma Happel.

Norbert  Sommer erzählt, dass er zufrieden mit der aktuellen Milchleistung ist. Im Schnitt gibt bei Ihm eine Kuh 28 Liter pro Tag. Auf das Jahr gesehen sind das etwa 9.400 Liter pro Kuh. Sehr gut sind auch die Inhaltsstoffe der Milch mit 4,3 % Fettanteil und 3,4 % Eiweiß. Eine der Kühe steht landesweit sogar auf Platz 17 bei der Eiweißqualität. Der Basismilchpreis liegt momentan bei 39 Cent pro Kilo. Die Ribbecker erhalten aber nochmal drei Cent  pro Kilo für die gute Qualität. Allerdings sind die Preise für männliche Kälber momentan im Keller, mit 50 Euro je Tier entsprechen die Preise nicht mal der Hälfte der Preise in guten Zeiten, kritisiert der Chef der Milchproduktion.

Am Nachmittag dieser Woche melkt Jeannette Stolle. Flink und präzise sind die Handgriffe der gelernten Zootechnikerin, währen sie durch den Melkstand eilt. Mit freundlichen  Worten redet sie auf die Kühe beruhigend ein. Eigentlich wollte sie Gärtnerin werden, verrät sie. Auch wenn sie manchmal darüber nachdenke, was anderes zu machen – hier stimme das Team, und es würde sie immer wieder zu den Tieren zurückziehen, sagt sie.

Trotz des eher milden Winters wurden am Havellandhof rechtzeitig Vorkehrungen gegen Frost getroffen.  Bisher gab es nur wenige Nächte mit bis zu -15° C. In den Tränken sind Frostschutzwächter angebracht und sie sind außerdem so eingestellt, dass immer ein wenig Wasser nachläuft und somit nichts gefrieren kann. Die Leitungen werden nach jeder Melkschicht komplett entleert, erklärt Sommer. Weil er das vor Jahren nicht beachtet hatte, waren die  Leitungen zugefroren. „Eine schmerzhafte Erfahrung, die man besser nur einmal macht.“

Annika Schäfer 

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