• 2014
  • 07.04.
  • 2014.07.04.

Abschied vom Team

© Wolfgang Herklotz

Ein starkes Team: Olaf Möhring, Gero Hübner, Peter Kaim, Florian Meissner, Robert Jäkel und Hartmut Siebert sowie Praktikantin Carolin Richter (v. l.).

Abschied vom Team

Der Donnerstag war für mich in den vergangenen zwei Jahren immer Ribbecktag. Seit feststand, dass wir mit dem Havellandhof eine Praxispartnerschaft eingehen, war der Tag zumindest stundenweise dafür reserviert. Zur vereinbarten Zeit hieß es auf dem Hofgelände oder einer der vom Betrieb bewirtschafteten Flächen zu sein und festzuhalten, was da gerade passierte. Für die Akteure dort mag das manchmal lästig gewesen sein. Dennoch hatte ich nie das Gefühl, um Verständnis bitten zu müssen.  Weder bei Olaf Möhring, der umsichtig den Mähdrescher und Pflanzenschutzspritze steuert, noch bei Gero Hübner. Der ist der Mann für schwierige Fälle: sprich Reparaturen. So einen auf dem Hof zu haben, der souverän mit dem Schweißgerät hantiert und nebenher immer noch für einen flotten Spruch zu haben ist, kann nur gut sein. Was ebenso für Hartmut Siebert gilt. Der 61-Jährige hat nicht nur handwerkliche Qualitäten, sondern auch eine spezielle Gabe, mit jungen Leuten umzugehen.

Rasch eingearbeitet

Die sind regelmäßig auf dem Hof,  weil man hier ganz gezielt auf Nachwuchs setzt. Wofür nicht nur Jan-Ole Groth, Azubi im zweiten Lehrjahr, steht.  Dank seines ausgeprägten Interesses an der Technik hatte er sich schnell eingearbeitet, während Abiturient Florian Meissner, Azubi-Nachfolger 2013,  schon vorher mit seinen Einsätzen im elterlichen Betrieb punkten konnte. Seine Lehre auf dem Havellandhof längst absolviert hat Robert Jäkel, der für die verschiedensten Arbeiten, so auch im Milchviehstall, zuverlässig eingesetzt werden kann. Kaum einer aber kann wie Robert mit der Seed Hawk, der Direktsaatmaschine, umgehen. Angeblich soll der Junge ja in seiner Freizeit noch in einer Band spielen, was auch mit Virtuosität zu tun hat ...

Büro gleicht Dispatcherzentrale

Zum Havellandhof gehört ordentlich Milchvieh, um das sich Annett Oesterreicher, Jeanette Stolle und Mitgesellschafter Norbert Sommer engagiert kümmern. Die Kühe dankens mit einer hohen Milchleistung und guten Inhaltsstoffen. Norbert Sommer steht in aller Frühe selbst im Melkstand, wenn urlaubs- oder krankheitsbedingt Vertretung zu organisieren ist. Doch nicht nur die  Milch soll fließen. Das gesamte Betriebsgeschehen  will ordentlich verwaltet sein. Ruhig und freundlich, doch bestimmt  sorgen Nancy Matuszewski und Walburga Kaim dafür, auch wenn das Büro in Berge mitunter einer Dispatcherzentrale gleicht.  

Haarscharf am Rand des Silos

Hauptansprechpartner in all der Zeit war für mich aber Peter Kaim, Mitgesellschafter des Havellandhofes und zugleich Inhaber des Kaim Agrarservice. Auch im größten Stress nahm sich der Mann im unverkennbar grünen Overall immer Zeit, um dem Redakteur der BauernZeitung geduldig Abläufe zu erklären. Notfalls geschah das auch schon mal während einer Schlepperfahrt im Silo. Die Zeit drängte, weil das frisch Gehäckselte sofort verdichtet werden musste, ehe die nächste Lieferung kam. Unser Schlepper hatte mitunter eine satte Schieflage, haarscharf am Rand des Silos. Solche Erlebnisse vergisst man nicht. Es war eine interessante, lehrreiche Zeit  auf dem Havellandhof, der Abschied fällt schwer. Dem Team ein herzliches Dankeschön!  

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