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  • 2013.13.02.

Zwei Semester Praxis

Sandra Held, Studentin der  Agrarwissenschaften an der  Universität Rostock, absolviert seit dem Oktober vorigen Jahres ein einjähriges Praktikum im  Gut Dummerstorf. „Im Studium wird viel theoretisches Wissen angeboten. Erfahrungen aus der landwirtschaftlichen Praxis erleichtern es, die neuen Kenntnisse aufzunehmen“, sagt Sandra Held.

Seitdem die 20-Jährige jeden Tag mit ihrem Clio von Rostock nach Dummerstorf zur Arbeit fährt, hat sich ihr Alltag völlig verändert. Statt zwischen Hörsaal, Seminargebäude und Bibliothek pendelt Sandra nun zwischen Kälber-Iglus, Jungviehstall und Melkstand. „Ich lerne hier Landwirtschaft von der Pieke auf“, sagt die gebürtige Stuttgarterin.

Begonnen hat sie ihr Praktikum bei den Kälbern. „Füttern, Tränken, Sauber machen,  Tierarzthelfer, das ganze Programm eben“, zählt sie auf. Eindruck hinterließ bei Sandra, die sich besonders für die Tierhaltung interessiert, als eine Kuh per Kaiserschnitt von ihrem Kalb entbunden werden musste. Später versorgte sie Jungrinder und seit einiger Zeit verstärkt sie das Melkerteam. 

„Nachdem ich fünf Kühen das Melkzeug angesetzt hatte, dachte ich, mir fallen die Arme ab“, erinnert sie sich an die ersten Schichten im Melkstand. „Jetzt, wo ich weiß, wie’s geht, macht Melken Spass“, sagt Sandra. Als sehr angenehm empfindet sie das Arbeitsklima. „Die Kollegen helfen sich untereinander. Man geht freundlich und kameradschaftlich miteinander um“, so die junge Frau. Ansprechpartner für  Sandra Held sind Maren Krüger und Andreas Heklau. „Sandra macht ihre Sache schon sehr gut“, findet der Herdenmanager. Auch seine Stellvertreterin ist froh, dass Sandra Held das Melkerteam unterstützt.

Die Praktikantin ist voll in das Drei-Schicht-System  eingebunden. „Wenn ich die Kälber versorge, steh ich um fünf Uhr auf, für die Frühschicht im Melkstand schon um Vier. An das frühe Aufstehen und die festen Arbeitszeiten hab ich mich gewöhnt“, sagt Sandra Held nach vier Monaten im Landwirtschaftsbetrieb. „Klar muss man sich auf die Arbeit einstellen. Studentenkeller und TP-Klub bis zum frühen Morgen geht an diesen Tagen nicht“, so die Studentin, die nach zwei Urlaubssemestern im Herbst wieder ins Studium einsteigen will. Mit neuem Wissen, ersten praktischen Erfahrungen und dem Gefühl von Arbeit in einem modernen Landwirtschaftsbetrieb.

 

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