• 2012
  • 04.07.
  • 2012.04.07.

Zufriedene Kontrolleure

„Das hier ist beispielhaft“. Mit diesem Urteil beendet Karla Kluchert nach gut 8 Stunden Rundgang und etlichen Gesprächen mit Mitarbeitern ihren Rundgang im Gut Dummerstorf. Die Auditorin von der Berliner IFTA AG, eine akkreditierte Zertifizierungsstelle für Lebensmittelsicherheits-, Qualitäts- und Umweltmanagmentsysteme sowie Produktprüfungen, hat gestern wieder einmal ganz genau hingeschaut. „Und nichts gefunden, was uns Kopfzerbrechen bereiten müsste“, zeigt sich Guts-Geschäftsführer Dr. Thomas Pitschmann sichtlich zufrieden.

„Hier wird schon seit Jahren eine ausgezeichnete Arbeit geleistet“, ergänzt Katja Zedler. Die Spezialistin für die Einführung von Qualitätsmanagmentsystemen von der Gesellschaft für Agrarconsult und Managment mbH, kurz GAM, im sächsischen Borsdorf hat mit Gut-Qualitätsmanagerin Heidrun Havemann die auf das Unternehmen abgestimmten Zertifizierungsvorgaben vor 12 Jahren erarbeitet. Und seitdem ständig aktualisiert beziehungsweise erweitert, Kontrollen zur Einhaltung der Vorgaben inbegriffen.

„Der Start erfolgte auf dem Höhepunkt der BSE-Krise. Mit Landwirtschaftsminister Till Backhaus haben wir uns seinerzeit entschieden, mit gutem Beispiel voranzugehen, ein Pilotvorhaben zu starten, auf dessen Basis Qualitätsprobleme im Produktionsablauf ausgeschlossen werden können“, erzählt Thomas Pitschmann, der gemeinsam mit Volker Bruns die Geschäfte der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern führt. Gut Dummerstorf ist deren 100%ige Tochter. Dass es nach 4 Re-Zertifizierungs- und dem nunmehr bereits 8. Wiederholungsaudit keine einzige nennenswerte Beanstandung an den Produktionsabläufen gegeben hat, schreibt Betriebsleiter Klaus Parr auch dem Engagement der 13 Mitarbeiter zu.

Allen voran Maren Krüger. Die stellvertretende Herdenmanagerin hat erst kürzlich den nationalen DLG-Melkerwettbewerb gewonnen und damit den Titel erstmals nach Mecklenburg-Vorpommern geholt. Futterzusammensetzung, Stallhygiene, Kälberaufzucht - Auditorin Karla Kluchert hat viele Fragen und auf alle hat die 24-Jährige die richtige Antwort. Ihre Technikkollegen sind ebenfalls gut im Bilde. Was nicht unbedingt selbstverständlich ist. Wer den prallgefüllten Aktenordner von  Qualitätsmanagerin Heidrun Havemann durchblättert, kommt aus dem Staunen kaum heraus, was dort alles hinsichtlich Qualitätssicherung festgeschrieben ist.

„Das bekommt man nicht zum Nulltarif. Jahr für Jahr investieren wir rund 4 000 Euro in die vorgeschriebene Überprüfung“, lässt Thomas Pitschmann wissen, will dennoch auf keinen Fall auf dieses Herausstellungsmerkmal verzichten.

Allein, es fehlt an ausreichend Nachahmern. „Mit Blick auf den Verbraucherschutz wäre es schon wichtig, dass sich möglichst viele Unternehmen zertifizieren lassen“, konstatiert Karla Kluchert zum Abschluss der langen und auch anstrengenden Kontrolle in  dann vergleichsweise lockerer Gesprächsrunde. Jürgen Drewes

 

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