• 2012
  • 05.09.
  • 2012.05.09.

Üben vor dem MeLa-Auftritt

Max und Zenia kennen sich seit knapp zwei Jahren. Der angehende Landwirt Max Deffke ist seit der Geburt der Färse  ihr Begleiter. In seinem Berichtsbuch machte sich Max regelmäßig  Notizen zur Aufzucht des Kalbes. Wenn er auf dem Hof zu tun hat, schaut er bei der Färse vorbei. „Sie lässt sich dann von mir am Hals kraulen, das hab’ ich ihr beigebracht“, sagt der Auszubildende im 3. Lehrjahr, nicht ohne Stolz. Zenia ist eine Tochter des RMV-Vorzeigebullen Zar. „Ein schickes junges Rind“, findet Max. Mit ihren schwarzen Flecken auf dem weißen Fell sieht sie aus wie ein Kuh-Lady. „Wie ihre Mutter, die wiederum ein Ebenbild ihrer Mutter ist.“

Seit ein paar Tagen sind Max und Zenia wieder öfter beisammen. Die beiden wollen im Jungzüchterwettbewerb auf der MeLa starten. Der Auszubildende führt die Färse über den Betriebshof. Wenn sie stehen bleibt, spricht er ihr gut zu. Und siehe da, Zenia setzt sich wieder in Bewegung. Doch als er sie für das Foto positionieren will, ist Zenia stur, wendet einfach nicht den Kopf in die Richtung, die Max vorgibt. Maren Krüger, die stellvertretende Herdenmanagerin, die beim Jungzüchterwettbewerb in Mühlengeez ein letztes Mal dabei sein und mit der Färse Samantha ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen will, ist mit Max nicht zufrieden. „Du hast zu wenig geübt“, tadelt sie und zeigt dem Auszubildenden, wie er der Färse  unmißverständlich zu verstehen geben muss, wie sie den Kopf zu halten hat.

„Wann soll ich denn üben“, kontert Max. Die letzten Wochen haben wir Arbeitsspitzen im Betrieb gebrochen. „Getreide abgefahren, Stroh und Siloballen geladen, Ausfallgetreide eingearbeitet, Silo gewalzt. Hier war volles Programm“, rechtfertigt sich der 18-Jährige. Maren weiß, dass Max wirklich Stress hatte. Aber ein Azubi aus dem Gut Dummerstorf soll sich auf der MeLa nicht blamieren! Also weiter üben.

Die beiden führen ihre Färsen in ein Gatter, binden die Tiere  fest, den Kopf leicht erhöht. „Wir wollen die Färsen an die Vorführhaltung im Ring gewöhnen“, erläutert Maren. „Den Kopf sollen sie hoch tragen, damit Rücken und Kopf, bis zur Nase, eine Linie bilden.“ Dann gehen die beiden noch einmal durch, was sie im Jungzüchterklub des Rinderzuchtverbandes Mecklenburg-Vorpommern, auf Jungzüchterfahrten und -wettbewerben, Verbandsschauen und Workshops  über das Vorbereiten von Schautieren, das Vorführen und Tierbeurteilen gelernt haben. Nach 30 Minuten endet die Übungsstunde. „Morgen machst du weiter“, schärft Maren Krüger Max Deffke ein. Der weiß: Auf ihn und Zenia wartet bis zum MeLa- Auftritt in Mühlengeez am 15. September im Großen Ring noch viel Arbeit.

 

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