• 2012
  • 27.06.
  • 2012.27.06.

Neue Rapssorten im Feld

"Mehr Ölgehalt, mehr Resistenz, dadurch mehr Gesundheit.“ Nach Einschätzung von Betriebsleiter Klaus Parr bietet die neugezüchtete Rapshybride "Avatar" mehrere Vorteile gegnüber vorangegangenen Züchtungen. Auf dem Informationstag der Deutschen Saatenveredlung AG im Gut Dummerstorf werden zwei weitere  Newcomer vorgestellt: ULURU, erstmals mit australischer Genetik für mehr Trockentoleranz, und Mendelsohn. Die dänische Neuzulassung, die auf der rassenspezifischen Kohlhernieresistenz von Vorgänger Mendel basiert, zeigt sich pflanzenbaulich ebenfalls verbessert, sowohl bei Ertrag, Ölgehalt bis hin zur Gesundheit. Diesen Eindruck von Karl- Heinz Hentschel, Leiter des Böhlendorfer DSV-Regionalbüros, teilen viele der rund 20 zum Informationstag angereisten Landwirte wenige Wochen vor der Ernte.

„Der Ertragsfortschritt im Rapsanbau begründet sich vor allem durch die Leistungskraft der Hybridzüchtung“, macht Eckard Lehmann von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei den Praktikern deutlich. Langjährige Tests dokumentieren einen Ertragszuwachs von durchschnittlich 0,7 dt/ha pro Jahr. Als der Ertragsbringer für die neue Generation steht VISBY. Auch die Sorten SHERPA und GENIE haben sich einen Platz in der Leistungsspitze erobert. Im direkten Leistungsvergleich sind die Robusthybriden inzwischen unschlagbar. Auch, weil sie selbst bei Mulch- und Spätaussaaten ihre Anbauvorteile ausspielen können.

„Ich will in diesem Jahr 50 dt/ha ernten. Wenn es nur mal ordentlich regnen würde“, lässt Gastgeber Klaus Parr die Anwesenden wissen. Sein Hilferuf wurde inzwischen gehört. Endlich hat es auch in Dummerstorf mal wieder lang anhaltend geregnet. Nachdem noch wenige Tage zuvor Hagelschlag mit fast Hühnerei großen Körnern für Probleme gesorgt hatte.

Insgesamt spendeten die Landwirte, die an diesem Tag zumeist aus dem Landkreis Rostock angereist waren, Lob an die vier mittelständischen deutschen Saatzuchtunternehmen, die sich im Rapool-Verbund zusammengeschlossen haben. Mit auf der Erfolgswoge schwimmt die DSV AG. Kein Wunder, sind deren rund 800 Aktionäre doch überwiegend Landwirte, die so direkt Einfluss auf den Züchtungsfortschritt nehmen.

Mit von der Partie in Dummerstorf war auch Heinrich Seißelberg von der I.G. Pflanzenzucht, um über Neuheiten bei anderen Kulturen, speziell beim Getreide, zu berichten. Und ein letzter Tipp: Das Bestellen des Saatgutes nicht auf die lange Bank schieben! Die Preisspirale zeigt deutlich nach oben, und hier und da könnten auch die Vorräte knapp werden.

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